Siemens

Diese Seite entsteht mit freundlicher Unterstüzung der Firma Siemens

Siemens: Das Unternehmen von 1847 - 1997
Die Radio und TV - Ära war nur ein kleiner Schritt bei Siemens.



 
1847     Werner Siemens entwickelt einen funktionssicheren Zeigertelegraphen; daraufhin wird in Berlin die „Telegraphen-Bauanstalt Siemens & Halske" von Werner Siemens und Johann Georg Halske gegründet    
1848     Bau der ersten elektrischen Ferntelegraphenlinie Europas, Berlin-Frankfurt a.M. (fertiggestellt 1849)    
1849     Werner Siemens nimmt seinen ehrenvollen Abschied vom Militär und widmet sich fortan voll dem Unternehmen Siemens & Halske
   
1850     Werners Bruder Wilhelm Siemens übernimmt die Agentur von Siemens & Halske in London


Bild zeigt Werner von Siemens um 1850.   

 
1851     Für die russischeTelegraphenlinie St. Petersburg-Moskau werden 75 Schreibtelegraphen geliefert
   
1852     Siemens & Halske bezieht eine ausbaufähige Fabrik in der Berliner Markgrafenstraße
   
1853     Der Bau des russischen Staatstelegraphennetzes wird begonnen
   
1854     Werner Siemens und C. Frischen geben unabhängig voneinander eine geeigneteTelegraphier-Schaltung für elektromagnetisches „Gegensprechen" an
   
1855     Gründung der russischen Zweiggesellschaft von Siemens & Halske unter Carl Siemens in St. Petersburg
   
1856     Werner Siemens erfindet den Doppel-T-Anker und verwendet ihn in einem Zeigertelegraphen mit Kurbelinduktor (Eisenbahntelegraph)
   
1857     Werner Siemens entwickelt eine Kabellegungstheorie (für Unterseekabel)

1858     Bei Siemens wird mit der Verteilung von „Inventurprämien" begonnen (heute: „Erfolgsbeteiligung")
Die Siemens-Niederlassung in London wird als „Siemens, Halske & Co." selbständig; die Leitung hat Wilhelm Siemens
   
1859     Werner und Wilhelm Siemens werden zu persönlichen Beratern der englischen Regierung auf dem Gebiet der Tiefseekabel ernannt
   
1860     Werner Siemens schlägt ein Widerstands-Normal aus Quecksilber vor (Siemens-Einheit)
   
1861     Werner Siemens ist Mitbegründer der Deutschen Fortschrittspartei
   
1862     Werner Siemens wird Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses (bis 1866)
   
1863     In Woolwich an der Themse entsteht das erste Siemens-Kabelwerk
   
1864     Das Kupferbergwerk Kedabeg im Kaukasus wird erworben
   
1865     Die englische Siemens-Niederlassung wird umgebildet und in „Siemens Brothers" umbenannt  

1866     Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips und Bau der ersten Dynamomaschine durch Werner Siemens
   
1867     Johann Georg Halske scheidet zum Jahresende bei Siemens & Halske aus der Geschäftsleitung aus
   
1868     Schaffung eines Unterstützungsfonds für in Not geratene Belegschaftsmitglieder
   
1869     Werners Bruder Carl Siemens übersiedelt von St. Petersburg nach London und fördert nachhaltig die Entwicklung der dortigen Siemens-Filiale
   
1870     Eröffnung der Indo-Europäischen Telegraphenlinie von London nach Kalkutta (im Bau seit 1868)
   
1871     Einführung des elektromechanischen Eisenbahn- Streckenblocks, entwickelt von C. Frischen
   
1872     Gründung einer Pensionskasse für die Siemens-Belegschaft in Berlin, London und St. Petersburg
   
1873     Sigmund Schuckert gründet in Nürnberg eine elektromechanische Werkstatt, die Keimzelle der Firma Schuckert
   
1874     Beginn der Verlegung einesTransatlantik-Telegraphenkabels mit dem firmeneigenen Kabeldampfer „Faraday" von Irland nach den USA (fertiggestellt 1875)
   
1875     Werner Siemens gibt das Prinzip einer lichtelektrischen Selenzelle an
   
1876     Siemens & Halske eröffnet in Berlin eine eigene Kabelfabrik
   
1877     In Erlangen gründet E. M. Reiniger einen Gewerbebetrieb mit Werkstatt
   
1878     Die Differential-Bogenlampe nach F. v. Hefner-Alteneck ist einsatzreif
   
1879     Auf der Berliner Gewerbeausstellung wird die erste elektrische Eisenbahn (mit Fremdstromversorgung) vorgeführt
Gründung der österreichischen Siemens-Niederlassung in Wien durch Werners ältesten Sohn Arnold Siemens    
1880     Erster elektrischer Aufzug in Mannheim von Siemens & Halske
   
1881     Erste elektrische Straßenbahn in Lichterfelde bei Berlin, gebaut von Siemens & Halske
   
1882     Elektrische Grubenlokomotive für das Kohlebergwerk Zaukeroda/Sachsen und erster Oberleitungsomnibus in Berlin
   
1883     Wilhelm Siemens wird von Queen Victoria geadelt (Sir William); er stirbt im selben Jahr
   
1884     Siemens & Halske erhalt ein deutsches Patent auf ein Kabel mit koaxialer Anordnung der Leiter, vornehmlich fürTelefoniezwecke
   
1885     J. G. Munker und Johann Sigmund Schuckert entwickeln eine Parabolspiegel-Schleifmaschine, die für die Scheinwerfertechnik große Bedeutung erlangt
   
1886     Werner Siemens wird Dr. med. h. c. der Universität Heidelberg und Ritter des Ordens „Pour le merite für Wissenschaften und Künste"
   
1887     Die auf Vorschlag von Werner Siemens (1883) und mit seiner Hilfe in Berlin gegründete Physikalisch-Technische Reichsanstalt nimmt ihre Tätigkeit auf
   
1888     Werner Siemens wird von Kaiser Friedrich III. in den preussischen erblichen Adelsstand erhoben
   
1889     W. Reichel konstruiert den Bügelstromabnehmer für Bahnen
   
1890     Werner von Siemens übergibt seine Firma an Bruder Carl und die Söhne Arnold und Wilhelm
Das erste firmeneigene Technische Büro des Berliner Unternehmens wird in München eröffnet (vorher waren Abkommen mit Vertreterfirmen üblich)
   
1891     Als bahnbrechende sozialpolitische Maßnahme wird der 8,5-Stunden-Normalarbeitstag eingeführt (50-Stunden-Woche)
   
1892     Werner von Siemens stirbt in Berlin-Charlottenburg; er hat kurz vorher seine „Lebenserinnerungen" vollendet
   
1893     Auf der Weltausstellung in Chicago erregt der Drehstrommotor der Siemens-Versuchslokomotive Aufsehen; damit waren seit 1892 erfolgversprechende Fahrversuche unternommen worden
   
1894     Das erste eiektromechanische Siemens-Stellwerk wird in Prerau / Mähren auf der Franz-Ferdinand-Nordbahn in Betrieb genommen
   
1895     Werners Bruder Carl Siemens wird vom russischen Zaren in den finnischen Adelsstand erhoben
   
1896     Die von Siemens & Halske gebaute Untergrund-Bahn in Budapest, die erste auf dem europäischen Kontinent, wird eröffnet
Siemens & Halske nimmt ein erstes Röntgenröhren-Patent
   
1897     Siemens & Halske wird Aktiengesellschaft; Carl von Siemens wird erster Vorsitzender des Aufsichtsrats
   
1898     Da die Nachfrage nach Automobilen mit elektrischem Antrieb steigt, werden auch bei Siemens & Halske in Berlin und bei der Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg derartige Akkumulator-Fahrzeuge ins Fertigungsprogramm aufgenommen
   
1899     Am Nonnendamm entsteht als erstes Fabrikgebäude das Kabelwerk Westend
Auf derWeltausstellung in Paris erhalten Siemens-Exponate zahlreiche Grand Prix und Goldmedaillen    

1901     Die von der Elektrizitäts-AG vorm. Schlickert & Co. elektrisch" ausgestattete Wuppertaler Schwebebahn geht in Betrieb
   
1902     Die Stammstrecke der seit 1896 im Bau befindlichen Berliner Hoch- und Untergrundbahn wird eröffnet (Warschauer Brücke-Zoo)
   
1903     Gründung der Siemens-Schuckertwerke GmbH (ab 1927 AG)
Siemens & Halske und die AEG gründen gemeinsam in Berlin die „Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH, System Telefunken"
   
1904     Carl von Siemens tritt als Vorsitzender des Aufsichtsrats von Siemens & Halske zurück, Arnold von Siemens wird sein Nachfolger
   
1905     Die Tantallampe, erste erfolgreiche Metallfaden-Glühlampe, wird in Serie gefertigt
   
1906     Siemens Brothers Dynamo Works Ltd. wird in Stafford/England gegründet; Carl Friedrich von Siemens, der seit 1901 in England tätig ist, wird deren Managing Director (bis 1907)


Großfunkstation Nauen bei Berlin: Sie wurde 1906 in Betrieb genommen und entwickelte sich zur größten Sendestation der Welt  

1907     In Berlin wird das Siemens-Archiv gegründet
   
1908     Die Protos-Automobile GmbH wird von den Siemens-Schuckert-werken erworben
Gründung der Siemens-Betriebskrankenkasse
   
1909     Das erste automatische Großstadt-Fernsprechamt wird in München-Schwabing in Betrieb genommen
   
1910     In Bad Harzburg wird das neuerbaute Ettershaus als Erholungsheim für Siemens-Mitarbeiter eröffnet; das Anwesen am Fuße des Ettersbergs hatte Werner Siemens 1881 käuflich erworben
   
1911     Die Siemens-Schuckertwerke bauen ein unstarres Luftschiff und eine drehbare Luftschiffhalle
   
1912     Das „Lieben-Konsortium" wird gebildet: Siemens & Halske , die AEG, Feiten & Guilleaume und Telefunken übernehmen Rechte an Liebens Erfindung (Verstärkerröhre)
   
1913     Das Verwaltungsgebäude der Siemens-Schuckertwerke am Nonnendamm wird bezogen
   
1914     Die Kolonie am Nonnendamm erhält den offiziellen Namen „Siemensstadt"
   
1915     Elektrische Lokomotiven werden mit großem Erfolg für den Erztransport auf der Riksgränsenbahn Kiruna-Narvik eingesetzt
   
1916     W. Schottky entwickelt die Lieben-Röhre zur Schutznetz-Verstär-kerröhre weiter
   
1917     Der Uhrturm in Siemensstadt (70 m Höhe) wird erbaut, Entwurf von H. Hertlein
   
1918     Arnold von Siemens stirbt; sein Nachfolger als Vorsitzender im Aufsichtsrat von Siemens & Halske wird Wilhelm von Siemens, der auch Vorsitzender im Aufsichtsrat der Siemens-Schuckertwerke ist
   
1919     Wilhelm von Siemens stirbt; sein Nachfolger wird Carl Friedrich von Siemens, der bis zu seinem Tod 1941 Vorsitzender der Aufsichtsräte von Siemens & Halske und den Siemens Schuckert-werken ist
Gründung der Osram GmbH KG durch Siemens & Halske, AEG und Auer-Gesellschaft
Einrichtung der Sozialpolitischen Abteilung

1920     Das Haus Siemens geht mit der Stinnes- Gruppe für einige Jahre eine Interessengemeinschaft ein: Siemens- Rheinelbe- Schuckert- Union
   
1921     Fertigstellung des Rheinland-Fernsprechkabels Berlin-Köln (im Bau seit 1912), eines Vorläufers des europäischen Fernkabelnetzes


Bild zeigt Kanalbau auf der Strecke Berlin- Magdeburg    

1922     Für erholungsbedürftige Kinder von Siemens-Mitarbeitern wird in Neuhof bei Heringsdorf das Eleonorenheim eröffnet
   
1923     Die erste Fernsprechvermittlung mit automatischer Gebührenerfassung wird in der Netzgruppe Weilheim erprobt
Gründung der japanischen Tochtergesellschaft Fusi Denki Seizo KK in Tokio


Bild zeigt Siemens D-Zug mit Trichterlautsprecher aus dem Jahre 1923  

1924     Mit der Firma Westinghouse in Pittsburgh (USA) wird eine Vereinbarung über Patentnutzung abgeschlossen
   
1925     Bau des Shannon-Wasserkraftwerks in Irland (erste Ausbaustufe fertiggestellt 1930)
   
1926     Auf dem Potsdamer Platz in Berlin wird in einem „Verkehrsturm"die erste Lichtsignalanlage Deutschlands zur Verkehrssteuerung eingerichtet (nebeneinanderliegende Signallampen rot/gelb/grün)
   
1927     Die Siemens- Schuckertwerke erwerben die Mülheimer Turbinenfabrik.


Bau des Rundfunk- Empfängers     Protos  

1928     Gründung der Siemens- Planiawerke AG (Herstellung von Kohlefabrikaten)
Gründung der Vereinigte Eisenbahn-Signalwerke GmbH (gemeinsam mit der AEG)
   
1929     Automatischer Fernschreib- Betrieb im internen Siemens-Netz (grundlegend für späteres deutsches Telex-Netz)
   
  Bild zeigt Webung aus den 20er und 30er Jahren.   

 
1930     Die Mehrzweck-Elektrolokomotive E 44 (heute 144), konstruiert von W. Reichel, wird vorgestellt
   
1931     Das Kraftwerk West in Berlin wird vollendet
   
1932     Die Siemens-Reiniger-Werke AG, Erlangen, geht aus der Siemens- Reiniger- Veifa- Gesellschaft hervor (Herstellung und Vertrieb elektromedizinischer Erzeugnisse)
   
1933     Der Siemens- Hell- Schreiber (nach R. Hell) wird entwickelt
   
1934      Koaxialkabel sind einsatzreif: 200 Ferngespräche und ein Fernsehkanal können gleichzeitig übertragen werden
   
1935     Zusammenfassung der Siemens-Werbung in der Hauptwerbeabteilung


             Bild zeigt Werbung aus den 30er Jahren    
             
1936     Das Kabel- und Leitungswerk in Neustadt bei Coburg wird gegründet
   
1937     Das Wasserkraftwerk Rouhiala wird in Finnland errichtet
   
1938     W. Schottky entwickelt seine Randschichttheorie; sie ist bahnbrechend für die Halbleiterentwicklung
   
1939     Das Elektronenmikroskop von E. Ruska und B. v. Borries ist reif zur Serienfertigung
(30 OOOfache Vergrößerung)
Die Siemens- Schuckertwerke gehen in den Alleinbesitz von Siemens & Halske über
   
1940       Das Luftfahrtgerätewerk Hakenfelde wird gegründet (insbesondere zur „Autopilot'- Weiterentwicklung und -Fertigung)   

1941     Carl Friedrich von Siemens stirbt;   Hermann von Siemens übernimmt den Vorsitz der Aufsichtsräte von Siemens & Halske und den Siemens-Schuckertwerken
Siemens & Halske tritt den 50%-Anteii derTelefunken-Gesell-schaft an die AEG ab und erwirbt dafür deren Anteile an anderen Unternehmen
     
1942     K. Clusius, H. Welker und E. Holz nehmen ein Patent auf eine Anordnung zur Gleichrichtung sehr kurzer elektromagnetischer Wellen, mit Germanium als Halbleiter; auf dieser Grundlage wird bei Siemens die Germanium-Richtleiter-Fertigung aufgenommen
     
1943     Durch die schweren Luftangriffe auf Deutschland werden in zunehmendem Maße auch die Siemens-Werke in Mitleidenschaft gezogen; umfangreiche Fertigungsverlagerungen, besonders aus Berlin, werden notwendig
     
1944     Ein Betatron (Elektronenbeschleuniger) für 6 MeV wird fertiggestellt und in Betrieb genommen; solche Geräte finden heute in der Hochenergie-Strahlentherapie und in der Materialuntersuchung Verwendung
     
1945     Einrichtung von Gruppenleitungen des Hauses Siemens außerhalb Berlins und Demontage der Berliner Siemens-Werke, Verlust der ost- und mitteldeutschen Betriebe und ausländischen Niederlassungen (der Substanzverlust beträgt etwa 80%)
   
1946     Friedrich Carl Siemens, ein Sohn von Werners Bruder Friedrich Siemens, übernimmt bis 1948 stellvertretend für Hermann von Siemens den Vorsitz der Aufsichtsräte von Siemens & Halske und den Siemens-Schuckertwerken
     
1947     Das durch die Kriegsfolgen zunächst lahmgelegte Siemens-Exportgeschäft beginnt sich wieder zu entwickeln      
1948     Das von Siemens & Halske entwickelte erste Gleisbildstellwerk für den Bahnhof Düsseldorf-Derendorf geht in Betrieb
     
1949     Wiederaufbau des Kraftwerks West in Berlin (neuer Name ab 1953: Kraftwerk Reuter)
     
             Bereits wieder in "Friedensqualität" Rundfunkgeräteprogramm 1949.   

 
1950     Bei großen Turbogeneratoren setzt sich auch in Europa die Wasserstoffkühlung durch; für das WärmekraftwerkTavazzano bei Mailand/Italien werden zwei Turbosätze von je 62,5 MW gebaut (Fertigstellung der Anlage 1952)
     
1951     Die Erfolgsbeteiligung für Siemens-Mitarbeiter wird wieder eingeführt
     
      Bild zeigt Autosuper aus dem Jahre 1951    

1952     Die Landesfernwahl, von Siemens seit 1923 technisch vorbereitet, wird in der Bundesrepublik Deutschland postamtlich eingeschaltet
     
        Rundfunkempfänger für gehobene Ansprüche; Werbemittel 1953  

  
1953     Das Zonenziehverfahren zur Herstellung von Reinstsilizium wird bei Siemens entwickelt
     
1954     Beginn der Entwicklung der Datenverarbeitung
     
1955     Für den Stuttgarter Fernsehturm wird die elektrische Ausrüstung geliefert
     
1956     Als Nachfolger von Hermann von Siemens wird Ernst von Siemens Vorsitzender der Aufsichtsräte der Siemens & Halske AG und der Siemens-Schuckertwerke AG
Inbetriebnahme des 300-MW-Dampfkraftwerks San Nicolas in Argentinien


Hermann von Siemens,  Ernst von Siemens.

1956        Siemens - Fernsehgeräte; Werbung aus dem Jahre 1956  

1957     Gründung der Siemens-Electrogeräte AG (Hausgeräte, Rundfunk, Fernsehen)   

1958     Die Carl Friedrich von Siemens-Stiftung wird gegründet
In Schweden wird erstmals ein Herzschrittmacher implantiert
     
1958     Siemens Fernsehgeräte 1958   

1959     Das elektronische Bausteinsystem für Steuerungen, „Simatic' wird eingeführt (seit 1957 schon für die Steuerung von Werkzeugmaschinen verwendet); es entwickelt sich zu einem wichtigen Element der Siemens-Automatisierungstechnik
Der erste serienmäßig gefertigte volltransistorisierte Universalrechner „Siemens 2002" wird an Hochschulen geliefert
     
1960     Das Haus Siemens beschäftigt weltweit mehr als 200 000 Mitarbeiter
     
1960        Taschenradio, Siemens Taschensuper Werbung 1960   

1961     Das Pumpspeicher-Wasserkraftwerk Leitzach II der Stadtwerke München geht in Betrieb; die beiden Maschinensätze werden von München aus ferngesteuert und dienen der Spitzenlastdeckung
     
1962     In München wird das erste elektronisch gesteuerte Fernsprechamt in Betrieb genommen
     
1963     Für Lehrzwecke werden an Hochschulen Unterrichtsreaktoren geliefert
     
1964     In Raisting (Oberbayern) wird mit der Errichtung einer Erdfunkstelle begonnen, die sich zur größten Satelliten-Erdfunkstelle der Weit entwickelt (mit 5 Antennenanlagen)
     
1965     Die amerikanische Marssonde „Mariner IV" mit Siemens-Scheibentriode sendet Aufnahmen von der Marsoberfläche (über rund 220 Millionen Kilometer)
     
1966     Zusammenfassung von Siemens & Halske AG, Siemens- Schuckertwerke AG und Siemens-Reiniger-Werke AG zur Siemens AG; Ernst von Siemens wird Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG (bis 1971)   

1967     Gründung der Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH (BSHG)

1968     Inbetriebnahme der ersten prozeßrechnergeführten Leitstelle für ein deutsches Höchstspannungsnetz (bei HEW)
     
1969     Siemens und die AEG gründen gemeinsam die Kraftwerk Union AG (KWU) und die Transformatoren Union AG (TU)
     
1970     Mit einem Siemens-Laser erzeugte farbig-bewegte Interferenz-Lichtfiguren dienen zur Bühnengestaltung bei den Münchner Opernfestspielen
     
1971       Peter von Siemens wird Nachfolger von Ernst von Siemens als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG (bis 1981)
   
Hier enden die Einträge:  
             
      Hier nun noch etwas spezielles über die Radiozeit bei Siemens      
             
Information und Unterhaltung für alle
             
Der erste deutsche Unterhaltungssender wurde am 29. Oktober 1923 in Berlin in Betrieb genommen. Nur einen Monat später waren etwa 500 Rundfunkteilnehmer gemeldet. Drei Jahre später gab es bereits eine Million Teilnehmer. Im Jahr 1931 hatte jede vierte Familie ein Radiogerät, und 1939 näherte sich die Hörerzahl bereits der 10- Millionen- Grenze.
Die Anfänge der Funktechnik gehen ins 19. Jahrhundert zurück. Guglielmo Marconi führte 1897 in England erste Versuche mit den von Heinrich Hertz entdeckten elektromagnetischen Wellen durch. Parallel dazu experimentierten in Deutschland Adolf Slaby von der AEG und Ferdinand Braun von Siemens & Halske mit der drahtlosen Telegraphie. Die erbitterte Konkurrenz, die zwischen den beiden bestand, fand mit der gemeinsamen Gründung der „Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH" genannt „Telefunken"ein Ende,
Während des Ersten Weltkriegs wurde die Funktechnik vor allem aus militärischen Erwägungen weiterentwickelt. Anfang der zwanziger Jahre setzte die Rundfunkbewegung, ausgehend von Amerika, in großem Umfang
ein und verbreitete sich als Massenmedium in alle Welt. In Deutschland erlangte Hans Bredow, der bis 1919 Generaldirektor bei Telefunken war, durch die Gründung regionaler Sender als „Vater des deutschen Rundfunks" Berühmtheit.
Der „Siemens-D-Zug" von Siemens & Halske, ein dreistufiges Röhrengerät mit Trichterlautsprecher, wurde auf der ersten Großen Deutschen Funkausstellung 1924 in Berlin vorgestellt. Dabei hatte Siemens & Halske erst 1923 die Entwicklung und Produktion von Rundfunkempfängern aufgenommen. Schnell avancierte das Radio vom Experimentiergerät zum Einrichtungsgegenstand, bildete den Mittelpunkt der „guten Stube" Diese repräsentative Funktion kommt auch in dem Spitznamen „Herr im Frack" zum Ausdruck -wie der 5- Kreis- 4- Röhren- Superhet- Empfänger „Schatulle" von Siemens & Halske aus dem Jahr 1935 gern genannt wurde.
Durch die Produktion des Volksempfängers, einer Gemeinschaftsentwicklung der deutschen Rundfunkindustrie, wurde die Verbreitung des Radios - nun als Propaganda-Instrument - enorm gefördert. Er war bereits für 75 Mark zu haben, während für einen Spitzenempfänger wie den „Herrn im Frack" noch fast das Vierfache bezahlt werden mußte.
Die Entwicklung des Fernsehens ist durch eine Vielzahl verschiedener Erfindungen bestimmt, die hier in einem neuen Medium zusammengeführt wurden. Grundlage war die punktuelle Bildabtastung, wie sie der Berliner Student der Naturwissenschaften Paul Nipkow schon 1884 vorgeschlagen hatte. Doch es dauerte noch einige Zeit, bis die technischen Voraussetzungen für dieses Prinzip geschaffen waren.
In Deutschland war Telefunken die erste Firma, die sich zusammen mit Siemens & Halske und August Karolus mit der Fernsehtechnik beschäftigte. Auf der Großen Deutschen Funkausstellung 1928, auf der das Fernsehen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, präsentierte Telefunken ein System, das durch Projektion bereits 75 x 75 cm große Bilder auf einer Mattscheibe ermöglichte.
Aber erst mit der elektronischen Abtastung begann um 1930 der Siegeszug des Fernsehens, und die ersten UKW-Fernsehsender wurden in Betrieb genommen. Der Sender „Paul Nipkow" in Berlin-Witzleben verbreitete ab 1935
das erste regelmäßige und öffentliche Fernsehprogramm der Welt. Im selben Jahr machten die Nationalsozialisten dem Rundfunkpionier Bredow und anderen, die für einen unabhängigen Rundfunk eingetreten waren, den Prozeß und schickten sie ins Konzentrationslager.
Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin wurden zur Feuerprobe der Live- Übertragung: Die Kameras in den Stadien waren über Breitbandkabel mit dem Studio verbunden, wo man sie wahlweise auf den Sender schaltete. Mit dabei war der Aufnahmeoperateur und junge Ingenieur Walter Bruch, der spätere Erfinder des PAL- Farbfemsehverfah-rens. Als Empfangsstationen hatte man in Berlin neben privaten Anlagen 27 Fernsehstuben und zwei Großprojektionssäle eingerichtet.
Auf der letzten Funkausstellung vor dem Krieg stellte Telefunken 1939 den „Fernseh- Einheitsempfänger" vor, der mit der ersten Rechteckbildröhre der Welt (19,5 x 22,5 cm) ausgerüstet war und 650 Mark kosten sollte. Die Produktion wurde jedoch wegen des Krieges nicht mehr aufgenommen.

Datenherkunft; Broschüre 150 Jahre Siemens.

Achtung: Diese Daten sind Eigentum der Firma Siemens und dürfen nur mit deren Genehmigung Kopiert oder weiter verwendet werden.

Diese Seite wurde unter Mithilfe der Firma Siemens am 27,05,2004 ins Leben gerufen.

Für die Unterstützung möchte ich mich hier noch einmal ganz herzlich bedanken.

Alexandra Kinter
Siemens AG
Siemens-Archiv, CC F ARC
Wittelsbacher Platz 2
D-80333 Muenchen
Tel. +49 89 636 33930
Fax +49 89 636 35757
e-mail: alexandra(dot)kinter(at)siemens(dot)com
www.siemens.de/siemensarchiv

 

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