Rheinland Phono

Loewe Opta Rheinland - Phono 4852 W

Heute möchte ich Ihnen die Restauration eines Rheinland Phono 4852 W vorstellen.

Dezember 2007.

Das Gerät wurde in 1952-53 bei der Opta Spezial in Düsseldorf gebaut. Daten zu dem Gerät siehe hier.

(Für alle die es noch nicht wissen, in der Datenbank gibt es zur Zeit ca. 18000 Einträge zu Schaltungen  und ca. 4000 dieser Geräte- Seiten).

 

Aber machen wir weiter mit dem Rheinland Phono 4852 W.

Das Gerät kam im November 2007 zu mir ins Museum, nachdem ich es bei einer Auktion gekauft hatte. Wie der Ex- Besitzer dann hörte, wo sich das Museum befindet, sagte er spontan das er es vorbei bringen würde weil er sowieso hier in meine Nähe kommen würde.

So kam dann auch eines Nachmittags das Gerät hier her.

Ich wuste zwar von den Bildern die ich zuvor schon gesehen hatte, wie das Gerät aussieht (Zustand) aber das es dann doch so schlimm war hätte ich nicht gedacht.

Aber schaut es euch doch mal selbst an.

 

            Wie die Wie die Bilder zeigen, sieht oder sah die Sache nicht so gut aus. Das schlimmste ist ja nun mal die Skalenscheibe die ich auch noch nicht einmal selbst im Bestand habe. Aber auch alles andere war nicht gerade zufrieden stellend.

Nun der weitere Verlauf wird zeigen was aus diesem Gerät geworden ist.

Sollte jemand allerdings eine Skalenscheibe zu diesem Rheinland Phono, oder zu dem Normalgerät 4852 W  haben, so könnte er dem Museum hier helfen.

Also ging ich dann her und zerlegte, (das ist Wortwörtlich zu nehmen) das Gerät in alle Einzelteile, denn das war hier kein Problem, da das Gerät bei der Herstellung  auch genagelt wurde. Es wurde also durch Leim und Nägel zusammen gehalten. Von dem Leim war allerdings durch Feuchtigkeitseinfluss nichts mehr zu sehen. Als die Nägel entfernt wurden, viel das Gehäuse buchstäblich in sich zusammen.

 

Hier aber zuvor noch einige Bilder:

 

           

 

Auch hier sieht es nicht besonders gut aus, der Plattenspieler dreht sich nicht mehr, weil der Motor verharzt ist. Die Anschlüsse der Trafos hängen in der Luft, und am Gehäuse gibt es einige Furnierschäden. Aber all das konnte mich nicht aufhalten, dieses Gerät zu Restaurieren.

 

Und hier dann das zerlegte Gehäuse:

 

 

                 

 

Dann ging es munter weiter. Warum nun auf Bild 1 noch das Chassis im Gerät ist, das ist ganz dumm gelaufen, denn ich bekam es nicht aus dem Gehäuse. Wie sagt man so schön, ich stand wie der Ochse vor dem Berg und fand nicht den Weg, dabei hätte ich nur die Knöpfe entfernen müssen.

Aber so ist das halt.

Bild 2 zeigt wie dann alles zerlegt ist, da ja der Leim nicht mehr vorhanden. Dann beizte ich das Gehäuse ab, und erhielt eine saubere Fläche wie auf Bild 3 zu sehen.

Das Furnier wurde nun mir 240er Schleifpapier geschliffen, und nachdem die schadhaften Stellen geflickt  und verleimt wurden, nochmals einige Tage getrocknet.

Und nun kommt es, ich versuchte diesesmal etwas neues, was mich neugierig machte, denn im Radio- Forum des Radiomuseum gab es einen Beitrag zu dieser Sache, unser Mitglied Jörg kam mit diesem Versuch ans Tageslicht.

Alles ist im Prinzip ganz einfach und wurde schon mehrfach nachgeahmt.  Jeder kann  hier selbst entscheiden wie hell oder wie dunkel er sein Gerät haben möchte.

Die Sache ist wie folgt man benutzt Hartöl  der Firma Clou, das trägt man anfangs mit dem Pinsel auf, nachdem die erste Schicht getrocknet ist, schleift man das Ganze mit 240er Schleifpapier an, und dann kommt die zweite Schicht, die dritte und alle weiteren Schichten, werden dann mit einem nicht flusendem Tuch aufgetragen, und immer wieder kurz zwischengeschliffen. Zum Zwischenschleifen nutzte ich 4 x 0000er Stahlwolle der Firma Rakso.  Ich denke der Erfolg gibt mir Recht.

 

Die Folgenden Bilder zeigen die einzelnen Schritte.

 

        

 

Die einzelnen Schritte waren, zweimal Hartöl, dann Zusammenbau und insgesamt 5 mal Hartöl und zwischenschleifen.

Nun erst einmal Ende mit dem Restaurieren, denn erst einmal muß das Chassis wieder hergestellt werden.

31,01,2007

Nachdem nun das Innenleben = Chassis wieder aufwendig hergestellt wurde, denn der Netztrafo war defekt, dieser wurde gegen einen Baugleichen aus einem andern Gerät ersetz, eine Menge an Kondesatoren wurden getauscht ebenso wurde das Magische Auge EM 34 durch eine Russen Röhre 6E5C ersetzt. Zwischenzeitlich habe ich auch den Pattenspieler von seiner Verharzung befreit, so das dieser auch wieder vernünftig läuft.

Nachdem nun wieder alles zusammengebaut wurde, sieht man hier das Endergebnis.

 

 vorher:             nachher: 

 

Sie lieber Besucher können wie zu sehen ist mir eventuell auch helfen, denn ich suche immer noch die Skalenscheibe zu diesem Gerät.

Haben auch Sie Interesse einmal solch eine Restauration durch zu führen, so schauen Sie doch einfach mal im Radio Forum  vorbei denn  hier werden auch solche Restaurationen vorgestellt.

29.11.2008

Nun das es mir nach fast einem Jahr nicht möglich war für das oben gezeigte Gerät eine Skalenscheibe zu bekommen, habe ich nun er durch Zufall ein weiteres Gerät bekommen, was bis auf die Anschlußleitung in einem sehr guten Zustand ist.

Werde nun erst einmal beide Geräte hier im Museum stehen lassen.

 

 

  

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