Besuch bei Loewe Kronach

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Die seit vielen Jahren bestehenden guten Verbindungen zu Loewe in Kronach, hier insbesondere zu den Abteilungen Presse und Technischer Kundendienst, konnten am 11. Januar 2001 durch einen Besuch in Kronach vertieft werden. Im Vordergrund stand das persönliche Kennenlernen dieses bedeutenden Unternehmens sowie seiner Mitarbeiter Kilian Steiner (Presse und Unternehmensarchiv) und Bruno Hoderlein (Technischer Kundendienst). Mit mir und meiner Frau, die viel Verständnis für mein Hobby aufweist, waren Gerd Walther (Museumsleiter des Rundfunkmuseum der Stadt Fürth) und Klaus Haarbrücker angereist. Nach einer sehr freundlichen Begrüßung ging es gleich in die Vollen: Das Thema Entwicklung der Radiotechnik zwischen 1923 und 1968 wurde eingehend erörtert und eine überarbeitete Geräteliste mit Angaben zu Typen, Baujahren, Preisen und Herstellungsorten an Kilian Steiner übergeben. Die Liste, die in Zusammenarbeit mit Loewe erstellt wurde, enthält alle derzeit bekannten produzierten Loewe Geräte aus den Werken Berlin, Kronach, Düsseldorf und Küps. Es wurden auch Absprachen über die gegenseitige Verfügbarkeit von Schaltunterlagen, Beschreibungen und ähnliches getroffen. Anschließend konnte Kilian Steiner mit seiner ausführlichen Führung durch das kleine aber gut bestückte Firmenarchiv viel zur Erweiterung unserer Kenntnisse Beitragen. Hierauf stand eine Betriebsführung auf dem Programm, die durch Jörg Roth (Innovationsmanagement) mit viel Sachkenntnis durchgeführt wurde. Die Führung begann im Präsentationsraum mit der ausführlichen Vorstellung einiger Museumsstücke sowie der neuesten Produktlinien der Bereiche TV, Audio, HiFi, DVD und Home Multimedia. Im Zentrum des Interesses stand die Vorführung der internetfähigen Fernsehmodelle ACONDA und VITROS sowie des Plasmafernsehers SPHEROS. Durch innovative Technik, ein klares und Ansprechendes Design und außerordentliche Funktionalität wird bei Loewe höchster Imagewert erzielt. Jörg Roth wies auf große Markterfolge, insbesondere im Segment Plasmafernseher, im vergangenen Jahr hin. Die sich nun anschliessend Werksbesichtigung gab einen lückenlosen Aufschluss von der automatischen Bestückung von Großplatinen über die Gerätemontage, die automatischen und handbetriebenen Prüfabschnitte bis hin zur mit Hilfe von Robotern vorgenommenen Verpackung der Geräte. Das Ganze ist eingebunden in ein Datennetzwerk, das für die Steuerung und Überwachung der automatischen Prozesse, die Regelung und Erfassung von Materialzuflüssen und letztendlich die Anlieferung an die Lieferschnittstelle der Bahn AG verantwortlich ist. Dieses alles unter der Prämisse "Höchste Qualität geht über alles" eindrucksvoll. Zum Abschluss unseres Besuches fand ein Treffen mit den Mitarbeitern der Arbeitskreises Loewe Museum statt. Der AK hat sich zum Ziel gesetzt das Interesse an der fast 80-jährigen Firmengeschichte zu fördern. Dies soll durch kleinere Ausstellungen auf dem Betriebsgelände erreicht werden. Diese sollen sich zunächst immer einem Jahrzehnt der Unternehmensgeschichte widmen. Fernziel des AK Loewe Museum ist eines Tages seine Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein sehr ausgefüllter Tag ging hiermit zu Ende.

Im Jahr 2013 sieht es mit dem eigenem Museum bei Loewe nicht so besonders aus, viele der Kontaktpersonen sind schon nicht mehr bei Loewe, und das eigene Museum steht weiterhin in den Sternen.

Auf dem Bild zu sehen sind von links nach rechts: Herr Steiner Loewe, Herr Haarbrücker, Herr Stellmacher, Herr Walter Radiomuseum Fürth, rechts im Hintergrund Herr Roth, die anderen Personen sind vom Arbeitskreis Loewe Museum.