Das Ferrophon

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Das Ferrophon im Museum

(Bilder anklicken zum Vergrößern)


Nach vielen Anläufen das Ferrophon von Loewe Opta (Max Ihle) auch im Radiomuseum.

Das Gerät war optisch leider ein wenig mitgenommen, weil der Vorbesitzer nun mal nicht so sorgfältig mit dem Gerät umgegangen war. Ich hatte da zu diesem Gerät einen sehr guten Beitrag im Forum des Radiomuseums, dieser wurde aber leider durch Unwissenheit einiger Personen kaputt geschrieben, sodass sich der Hauptdarsteller, der etwas Wissen zu dem Gerät mitbrachte, wieder zurückzog aus dem Beitrag. Das war für mich nicht so schön, denn ich verstehe leider nicht so viel von der Materie Bandgeräte. Aber vielleicht habe ich ja mal Glück und es kommt hierzu mal wieder etwas Hilfe.

Hier nun mal das Gerät in Bildern. Optisch sieht es von innen fast wie neu aus.

So war das Gerät in Ebay abgebildet. Leider gab es hier nichts von Schäden am Gehäuse zu sehen.

Bevor es weitergeht: Es gibt eine Legende zu diesem Gerät. Vor ca. 1½ Jahren bekam ich mal eine Mail mit einer Anfrage zu diesem Gerät. Nach einigem hin und her sollte ich genau dieses Gerät (was mir allerdings erst später bewusst wurde) von dem Verkäufer in Ebay bekommen. Die Geschichte zog sich dann allerdings hin; nach einigen Telefonaten bekam ich dann auf einmal gesagt, das Gerät solle so einiges kosten (120 – 200 Euro? Ich weiß das nicht mehr so genau), aber da habe ich es nicht mehr haben wollen, denn etwas Stolz habe ich auch. So fand ich dann vor ca. 2 Monaten dieses Gerät in der Auktion (wo ich allerdings nicht wusste, dass es das gleiche war). Nun, ich versuchte es dann zu bekommen und es glückte mir auch. Weil durch Unkenntnis des Verkäufers das Gerät in einer falschen Kategorie angeboten wurde; ebenso war es nur zum Abholen bestimmt, wo halt nicht jeder bieten konnte. Aber für mich war dieser Weg in die Nähe von Bonn nicht zu weit. Erst dort bei der Abholung fiel mir auf (weil ich die Bilder von vor 1½ Jahren noch im Gedächtnis hatte), dass dieses Gerät mal ins Museum sollte, aber leider war der Verkäufer, warum auch immer, nicht anwesend. Er war wohl so schlau und hatte sich zum Zeitpunkt der ersten Anfrage alle Daten aus meiner Website kopiert.

Das Gerät tat seine Arbeit im Ministerium für Post und Telekommunikation (in Bonn) um Sitzungen aufzuzeichnen (so die Auskunft des Verkäufers).

So kann es dann halt mal geschehen, wie sagt man dazu? Das Glück ist einem hold.

Hier das erste Bild, nachdem ich das Gerät geholt hatte:

Hier einmal die seitlichen Anschlüsse:

Hier das Teil, wo das Band drauf läuft (Ein Bobby):

Hier sind auch noch Bänder zu diesem Gerät.

Diese sind aber vermutlich sehr selten, nicht die Bänder, sondern das, was auf den Bändern drauf ist. Es sind original Studioaufnahmen eines bekannten Künstlers, die ein Bekannter von mir im Müll fand.

Die Tonköpfe

Die Bremse und der Antrieb des Gerätes Die Bremse ist aus Kohle

Die Ansicht des Innenlebens: Hier erkennt man den guten Zustand. Nur der Antriebsriemen ist nicht mehr zu gebrauchen, den suche ich neu: Wer kann hier helfen?

Von unten: Alles sieht sehr sauber aus.

Die Ansicht von vorne mit zwei der vier Röhren:

Die Abdeckung der Tonköpfe mit der Typennummer und ein Hinweis. dass es für die Post bestimmt war.

Hier die Bedienungselemente des Gerätes (Teil 1):

Teil 2 mit dem Schalter für die Geschwindigkeiten und Kontrolllampen für Betrieb und Aufnahme – Löschen

Hier Teil 3: Der Rücklaufregler bestimmte die Geschwindigkeit des Bandrücklaufes

Die Typenbezeichnung, diese taucht auch im Gehäuse und einigen anderen Stellen auf.

Ebenso noch zu sehen: Die beiden anderen Röhren. Es gibt hier auch einen schriftlichen Hinweis, der aber leider nicht zu deuten ist; es könnte sich um einen Vermerk bei der Herstellung handeln. Hier gibt es auch noch die Typennummer.


Suche solch einen Antriebsriemen, von innen scheint es eine Kordel zu sein und von außen wie ein Gummi.

Die Abmessung sind: Durchmesser 110,7 mm Breite 8 – 9 mm Stärke 2 bis 2,5 mm. Diesen Antriebsriemen bekam ich von der Firma Fender in Düsseldorf.

Hier sind nun einige Teile wie Griffe und Schlösser, die leider in schlechtem Zustand sind, diese müssten neu verchromt werden.

Ein Schaltsystem, von dem ich allerdings noch nicht weiß, für was es gut war.

Zum Schluss dann noch die Röhren – Garantie – Urkunde. Die hier aufgeführten Röhren bis auf die EL 41 sind auch noch im Gerät.

Hier noch einmal ein Bild zum Abschluß: Das Gerät ist nun restauriert, aber noch immer fehlt der Antriebsriemen, der leider nicht zu bekommen ist.

Zum Schluss hoffe ich, Ihnen gefällt diese Seite und ich habe wieder einmal etwas zum Wissen um dieses doch schon seltene Geräte beigetragen. Sollten Sie einmal den auf dem letzten Bild links stehenden Verstärker sehen oder finden, so lassen Sie es mich bitte wissen.

Ich wünsche Ihnen nun weiterhin viel Freude und Spass in meinem Seiten.

Das Ferrophon II

Das Ferrophon — Was ist ein Ferrophon?

Ferrophone sind Bandtongeräte, die eine sehr hohe Qualität der Tonaufnahme zulassen. Um jedoch in jedem Fall das Höchstmaß des an Wiedergabegüte erreichbaren zu gewährleisten, ist eine Kenntnis der wesentlichen Konstruktionsmerkmale und Eigenheiten des Gerätes unerlässlich. Daher wird demjenigen, der erstmalig mit dem Ferrophon Bekanntschaft macht, dringend empfohlen, die folgenden Ausführungen sorgfältig zu studieren.

Wie ist das Ferrophon konstruiert?

Das Ferrophon 3 ist ein Zwei – Motoren – Typ. Ein Motor, der so genannte "Tonmotor", trägt direkt auf seiner Achse die ( auswechselbare ) "Tonrolle". Er ist für die Ablaufgeschwindigkeit des Bandes alleine maßgebend. Da seine Drehzahl fest mit der Periodenzahl des Wechselstromnetzes verkoppelt ist, kommen Veränderungen der Bandgeschwindigkeit nur bei von üblichen Frequenzen von 50 Perioden abweichenden Netzen vor.

Der zweite Motor ( auch kollektorlos ) hat die ausschließliche Funktion des Rückwickelns abgelaufener Bänder. Seine elektrischen Eigenschaften sorgen im Verein mit einem von außen bedienbaren "Rücklaufregler" für einen außerordentlich weichen, die Bänder sehr schonenden, jedoch im Bedarfsfall auch sehr schnellen Rücklauf ( 1000 m in 2 min. ). Der Rückwickelmotor dient nicht zum Bremsen des Vorratswickels beim Vorlauf, er wird auch nicht vom ablaufenden Band mitgezogen, sondern entkoppelt sich durch Vorwärtsdrehung mit eigener Kraft völlig von der Tellerachse. Die für die Aufrechterhaltung des nötigen Bandzuges erforderliche Bremsung wird ( wie weiter unten näher erläutert ) auf andere Art und Weise erreicht. Hierauf beruht u.a. der schwankungsfreie Gleichlauf des Ferrophon auch während der letzten Meter Band. Das sonst so gefürchtete "Jaulen" am Schluss fehlt, selbst bei der Verwendung der kleinen Spulenkerne von 7 cm Durchmesser !

Spulenwickel bis zu 28 cm Durchmesser, das sind mehr als 1000 m bei Einschichtbändern, sind möglich. Im übrigen ist jede Bandsorte verwendbar.

Eine der hervorstechendsten Konstruktionseinzelheiten des Ferrophon ist die Methode der Mitnahmekupplung bzw. Bremsung der beiden Bandteller.

Das Band – Aufnahmeverfahren erfordert bei Stellung "Aufnahme" höchste Ansprüche an eine bestimmte, gleichbleibende, optimale Bandspannung vor den Köpfen. Der relativ große Durchmesserunterschied ( Verhältnis etwa 1 : 4 ) zwischen einer vollen und einer leeren Spule steht als prinzipiell größtes Hindernis der Erfüllung dieser Forderung entgegen. Beim Ferrophon ist dieses Problem dadurch gelöst worden, dass das mit dem Wickeldurchmesser zusammenhängende Eigengewicht der Spule zur Steuerung des Bandzuges bzw. der Bandbremsung herangezogen wird. Unter den beiden Bandtellern befinden sich eiserne Reibglocken, deren geschliffene Innenfläche auf einem genau passenden Konus aus einer Spezialkohle schleift. Der Andruck und damit die Reibungskräfte sind durch das Spulengewicht gegeben. Auf der rechten Seite wird der Konus angetrieben und nimmt den rechten Bandteller reibend mit. Links ruht der Kohlekonus beim Vorlauf und bildet die ( einzige ) Bremsung des Vorratswickels. Die Konstanz der Bandspannung ist hierbei so gut, dass keine größeren Abweichungen von der mittleren Spannung ( etwa 100 g ) als etwa 15% vorkommen. Der eigentliche Antrieb des Bandes weicht insofern von den meisten anderen bekannten Systemen ab, als die erforderliche Friktion an der Tonrolle durch großes Umschlingen ( nahezu 180 ° ) und nicht durch eine Andruckrolle erreicht wird. Wer jemals mit beiden Antriebssystemen gearbeitet hat, dem werden die Vorteile des Ferrophon – Antriebes bekannt sein: Beim Verfahren ohne Andruckrolle wird das gefürchtete "Klettern" des Bandes, das sonst bei geringen Abnutzungserscheinungen bemerkbar wird, völlig vermieden. Eine Kantenbeanspruchung oder Zerrung des Bandes kann daher niemals eintreten. Überhaupt wird die unvergleichlich viel höhere Schonung des Bandes und die Möglichkeit, selbst alte, brüchige Bänder ohne Gefahr des Bandrisses abspielen zu können, dem Ferrophon – Benutzer immer wieder neue Begeisterung abringen!

Hier das Ferrophon, gebaut für Loewe Opta von Max Ihle. Dies ist allerdings nur das Aufnahmegerät.

Da der Aufwickelteller ( rechts ) vom Tonmotor mit angetrieben wird, ist zur Kraftübertragung ein Spezialtreibriemen erforderlich. Der im Ferrophon benutzte nahtlose Flachriemen haftet so gut an den Riemenscheiben, dass mit außergewöhnlich niedriger Riemenspannung gearbeitet werden kann. Eine nur geringe Lagerbeanspruchung und eine kaum jemals notwendige Nachspannung des Riemens ( ein im Bedarfsfalle sehr einfach auszuführender Vorgang ) führt zu einer als besonders angenehm empfundenen Vereinfachung der Wartung. Ganz allgemein sind die mechanisch eventuell einer Abnutzung unterworfenen Teile beim Ferrophon so leicht und zumeist ohne Benutzung von Werkzeugen zugänglich, dass kleine Störungen – sollten sie wirklich einmal auftreten – mit wenigen Handgriffen selbst behoben werden können.

Zu den bemerkenswerten Konstruktionseinzelheiten mechanischer Art gehört noch die auf die Teller wirkende Schnell – Start – , bzw. Stoppeinrichtung, die beim Vorlauf ein Anfahren oder Anhalten des Bandes im Bruchteil eine Sekunde – bei laufenden Motoren – gestattet. Die Montage eines Bandes, das so genannte " Cuttern ", wird hierdurch ganz wesentlich erleichtert und beim reinen Abspielen gestattet diese Hilfseinrichtung das Finden des richtigen Einsatzes mit einer bisher nicht gekannten Präzision. Es mag noch als nicht unwesentlicher Vorteil vermerkt werden, dass das mechanische Bremsen und Anfahren die Belastungsstöße auf das Netz vermeidet, was u.a. beim Umformerbetrieb von entscheidender Bedeutung ist ( kein Zusammenbrechen der Frequenz und Spannung ! ).

Das Ferrophon macht Gebrauch von den bewährten Spezialköpfen mit der sehr großen Lebensdauer, die infolge der kaum merkbaren Abnutzungserscheinungen ein gelegentliches Nachstellen der Entzerrglieder überflüssig machen. Aufnahme- und Wiedergabekopf sind getrennt. Es wurde hier ganz bewusst auf die Einsparungsmöglichkeit eines Kopfes durch Doppelausnutzung eines Systems für Aufnahme und Wiedergabe verzichtet, da das hierdurch bedingte Fehlen einer Abhörmöglichkeit noch während des Aufnahmevorganges und so der erhöhte Zeitaufwand für die Herstellung eines einwandfreien Bandes als nicht tragbarer Nachteil angesehen wurde. Abgesehen davon bildet der separate Hörkopf eine gewisse Garantie dafür, dass die optimale Dynamik des Bandtonverfahrens auch in jedem Falle erreicht wird.

Bei "Aufnahme" durchfließt der HF-Strom des Löschkopfes ein auf der Kopf-Abdeckhaube sichtbares Glühlämpchen, das nicht nur vor einer unbeabsichtigten Löschung warnen soll, sondern auch zur einfachen Dauerüberwachung der richtigen Lösch-Stromstärke dient. Infolge des günstigen Zusammenwirkens mehrerer physikalischer Grundgesetze stellt die subjektiv empfundene Helligkeit des Lämpchens ein außerordentlich scharfes Kriterium für geringe Abweichungen von der Soll-Stromstärke dar.

Der elektrische Teil des Ferrophon wird (neben den Motoren-Stromkreisen und der Kontaktentstörung) durch einen kombinierten Wiedergabe-Sprech-Entzerrverstärker nebst HF- Generator gebildet. Zum Aufsprechen werden max. 70 V (bei 1000 Hz) hochohmig benötigt. Diese Spannung wurde im Hinblick auf die Tatsache gewählt, dass jeder landläufige Verstärker und Rundfunkapparat an der Anode seiner Endstufe ( LC- Ausgang ) bzw. am genormten, so genannten "100 V-Ausgang" diese Spannung einerseits noch mit genügend kleinem Klirrfaktor und andererseits mit noch ausreichendem Abstand von der Eigen-Brummspannung abzugeben vermag. Zwischen den Eingangsklemmen und dem Aufsprechkopf liegen frequenzabhängige Schaltelemente, die die übliche Voranhebung der Höhen (zur Kompensation der unvermeidlichen Band- und Kopfspaltverluste) bewirken. Die Hochfrequenz ( etwa 80 kHz) wird vom Löschgenerator abgegriffen. Der HF-Vormagnetisierungsstrom ist, ebenso wie die Höhenvoranhebung am Entzerrerchassis, regelbar und vom Herstellwerk auf den richtigen Wert eingestellt.

Der Wiedergabeentzerrer ist zweistufig aufgebaut. Die Verwendung eines hochohmigen Hörkopfes zusammen mit der gewählten Schaltung sichert eine besonders kleine Verstärkerröhren -Rauschspannung. Ein Eigenrauschen ist bei ruhendem Band daher überhaupt nicht zu hören. Auch die Klingempfindlichkeit der Röhren ist infolge der gewählten Schaltung beachtenswert gering. Durch Maßnahmen in den HF-Kreisen ist das Ruherauschen des besprochenen Bandes auf den niedrigsten, überhaupt erreichbaren Wert gesenkt. Die normale Ausgangsspannung bei Verwendung von Bändern mit normalen Eigenschaften liegt bei Vollaussteuerung und 1000 Hz über 0,5 V (bei hochohmigen Abschluß) das ist also etwa die Spannung eines empfindlichen Tonabnehmers. Infolge des verhältnismäßig niedrigen Quellwiderstandes können an den Ausgang auch längere abgeschirmte Zuleitungen angeschlossen werden.

Das Ferrophon kann also ohne zusätzliche Entzerrglieder mit jedem frequenzunabhängigen Verstärker für Aufnahme- und Wiedergabe benutzt werden!

Entwähnenswert ist noch das sorgfältig verarbeitete Gehäuse des Gerätes, das in der Normalausführung aus massivem, gealtertem Hartholz besteht und daher völlig formtreu, auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen, bleibt. Das Ferrophon-Chassis kann als komplette Einheit aus dem Kasten herausgehoben werden. Es ruht dann auf dem aus Leichtmetallguß hergestellten Trägergestell, unter Verwendung von Schwingmetallpuffern.

Hier zu sehen das Ferrophon III c / 3

Das Gerät trägt auch das das Loewe Opta Label.

Wenn ein Rundfunkreporter 1951 eine Reportage aufzeichnen wollte, musste er für den Transport der Anlage kräftig sein. Dieses semiprofessionelle Tonbandgerät der Loewe Opta Radio AG Type Ferrophon III c / 3 war für Privatleute nicht erschwinglich. Erstaunlich gut sind die gute Tonqualität ( max. Bandgeschwindigkeit 76 cm / sec.) und die verwendeten Materialien ( viel Kupfer ), die in der frühen Nachkriegszeit sehr rar waren. Als Größenvergleich steht auf dem Gerät eine Streichholzschachtel.

Mit freundlicher Genehmigung des Technikmuseums – Main – Taunus.

Wie wird das Ferrophon richtig bedient ?

Die folgende Bedienungsanleitung soll sich nur mit dem reinen Ferrophon – Gerät befassen. Die Zusammenschaltung mit dem empfehlenswerten Zusatzverstärkern ZV I, bzw. ZV I (L) und die sich daraus ergebenden Bedienungsvorschriften sind in den entsprechenden Anweisungen für den Zusatzverstärker enthalten.

Bevor man das Gerät in Betrieb nimmt, informiere man sich genau über das zur Verfügung stehende Strom Netz. Es sind 220 V, 50 Per. = Herz erforderlich. Auf eine möglichst gute Einhaltung der Sollspannung und – falls der Strom Hilfsaggregaten entnommen wird – auf möglichst genaue und zeitlich konstante Periodenzahl lege man den größten Wert. Die propagierten Laufkonstanz – Eigenschaften des Ferrophons können naturgemäß nur bei völlig frequenzkonstantem Netz eingehalten werden! Eine Erdung des Gerätes ist zwar nicht unbedingt erforderlich, jedoch empfehlenswert und nur an der mit " Erde " bezeichneten Klemmbuchse vorzunehmen! Es muss in diesem Fall drauf geachtet werden, dass nicht etwa durch die Tonfrequenz – Zuleitung eine Erdung z.B. über den Verstärker entstehen könnte (falls Ein- und Ausgang transformatorlos sind), da durch die in solchen Fällen entstehende Erdschleife Anlass zu induktiv eingestreutem Netzbrummen gegeben sein könnte. Alle erforderlichen Anschlüsse sind eindeutig aus der Beschriftung des Anschlussbrettes erkennbar. Die Ausgangsspannung reicht zur Aussteuerung jedes Rundfunkgerätes bzw. jedes Verstärkers mit Tonabnehmereingang aus. Aufnahmeseitig wird die Möglichkeit vorausgesetzt, die Tonfrequenz – Spannungsspitzen messen zu können, da ein Überschreiten der 70 V – Grenze zu Verzerrungen der Aufnahme führt. Bei Verwendung der Zusatzverstärker sind entsprechende Überwachungseinrichtungen vorgesehen. Nachdem das Laufwerk mit dem Netz verbunden und an die Verstärkeranlage angeschlossen worden ist, überzeuge man sich, falls die Inbetriebnahme des Gerätes erstmalig geschieht, vom ordnungsgemäßen mechanischen Funktionieren:

Der auf der linken Bedienungsplatte befindliche Hauptschalter wird eingeschaltet und der Betätigungsschalter auf "V" = Vorlauf gedreht. Dabei muss der rechte Bandteller in Drehung geraten, während sich auf der linken Seite nur die kleine, blanke Achskappe langsam im umgekehrten Uhrzeigersinn dreht. Nunmehr schaltet man den Knebel über die Haltestellung "H" = Stopp zurück auf "R" = Rücklauf. Es muss sich jetzt der linke Teller im Uhrzeigersinn drehen, wobei die Drehzahl von der Stellung des mit "Rücklaufregler" bezeichneten Drehknopfes abhängt. Sind beide Funktionsprüfungen positiv ausgefallen, so drehe man noch einmal auf "Halt" zurück und prüfe durch Drücken des Aufnahme – Knopfes, ob der HF – Generator betriebsklar ist, was durch Aufleuchten des roten Warnzeichens auf der Kopfabdeckung angezeigt wird. Bei positiven Ausfall auch dieser Probe kann die Betriebsklarheit des Laufwerkes angenommen werden. Zur Herstellung einer Aufnahme wird das unbespielte (oder zu löschende) Band mit dem Normalspulenkern so auf den Teller gelegt, dass die Mitnehmerdorne frei durch den ausgestanzten Teil des Blechkernes ragen. (Auflegen des Bandes siehe folgende Skizzen).

Das Band wird dann gemäß der Bandführungsskizze in die Maschine eingelegt und ein bis zwei Windungen lose um die normalen Blechkerne auf dem rechten Teller geschlungen. Wenn nunmehr an die Eingangsbuchsen eine Tonfrequenz von 70 V ( Eingangswiderstand ca. 60 k Ohm) gelegt und bei gleichzeitigem Drücken des roten Knopfes der Schalter auf Vorlauf gedreht wird, dann läuft bereits die Aufnahme und etwaige, auf dem Band befindliche alte Aufnahmen werden gelöscht.

Bei Aufnahmen aus dem Rundfunk kann es vorkommen, dass eine Oberwelle des HF – Generators mit der empfangenen Welle interferiert. In diesem fall schaltet man den mit "Frequenzweiche" bezeichneten Schalter in die jeweils andere Stellung, woraufhin der Pfeifton verschwindet. Es muss an dieser Stelle noch eine Bemerkung über die "richtige Bandseite" gemacht werden: In jedem Fall soll das Band mit der "Schichtseite" den Köpfen zugekehrt eingelegt werden. F – bzw. C- Bänder werden jedoch vom Hersteller so geliefert, dass beim Einlegen des Bandes die Schicht auf der verkehrten Seite wäre; es muss daher eine Schränkung um 180° vor der linken Umlenkrolle erfolgen, die ohne Nachteil für das Funktionieren des Gerätes ist. Im allgemeinen ergeben C- bzw. F – Bänder festere Wickel, wenn die Schicht außen ist. Jedoch sind auch Fälle häufig, bei denen kein nennenswerter Unterschied zwischen den Wickelarten besteht. Es sollte im Interesse einer möglichst einfachen Handhabung versucht werden, möglichst alle Bänder mit der bespielten Seite nach innen aufzubewahren. Für kürzere Bänder ist dies auch in allen Fällen durchführbar. LG – bzw. LGN – Bänder müssen sogar mit der Schicht nach innen gewickelt werden, und bei sogenannten Einschichtbändern (L bzw. E) ist die Wicklungsart völlig gleichgültig. Selbstverständlich muss bei der letzteren Art darauf geachtet werden, dass ein einmal aufgenommenes Band immer wieder in der gleichen Weise eingelegt wird. Ein falsches Einlegen bringt Pegel – und sehr starken Höhenverlust ( eventuell auch Löschschwierigkeiten !).

Auf die Auswahl des Bandmateriales lege man einen besonderen Wert. Jeder Benutzer des Ferrophongerätes sollte sich darüber im klaren sein, dass seine Apparatur eine so hohe Güte der Aufnahme gestattet, dass alle noch möglicherweise bemerkbaren Mängel nur noch durch den Tonträger selbst, d.h. das Band bedingt sind. In der Auswahl der zu kaufenden Bänder lasse man sich daher nicht nur vom Preis leiten, sondern wähle für hochwertige Zwecke nur nach Qualität! Vor allen Dingen aber hüte man sich vor irgendwelchen scheinbar preisgünstigen Angeboten aus unkontrollierbarer Quelle! Um einen Anhaltspunkt dafür zu geben, welcher Art die Bandfehler sein können, seien hier nur die wichtigsten Erscheinungen zusammengestellt: Bänder verschmieren die Köpfe und Rollen, starkes Rauschen und andere Untergrundgeräusche bei der Aufnahme, periodische Fehlerstellen auf dem Band, die auch nach Löschungen und Neuaufnahme noch vorhanden sind, sehr unsaubere Wiedergabe der hohen Töne [ein angeschlagener Klavierton hört sich an, wie wenn Sand in die Klaviatur geraten wäre], Bänder liegen schlecht an den Köpfen an, da sie durch Alterung quergekrümmt und nicht mehr richtig biegsam sind, Bänder lassen sich nicht löschen, Bänder "kopieren", d.h. es gibt einen sogenanntes Vorecho und ein Nachecho bei einem kurzen, aber sehr stark ausgesteuerten Ton).

Nach Beendigung der Aufnahme kann das Band zurückgespult werden und sofort wiedergegeben werden. Beim "Schneiden" eines Bandes wird mehrfaches Kleben der Bandenden erforderlich. Man benutzt als Klebemittel nur den jeweils für die benutzte Bandsorte vom Hersteller gelieferten Spezialkleber. Ungeeigneter Klebstoff klebt entweder gar nicht, trocknet sehr langsam, verklebt evtl. die benachbarten Bandwindungen mit und führt auch auf Dauer zu einem Brüchigwerden der Klebestelle. Man gewöhne sich dran, an den Klebestellen das Band schräg zu schneiden, da dann die evtl. Gefahr der Hörbarkeit des Schnittes am geringsten ist.

Zur Bedienung des Laufwerkes gehört noch eine gelegentliches Entmagnetisieren der Köpfe mittels einer Entmagnetisierungsspule. Es läst sich trotz gewisser, geräteseitiger Vorkehrungen nicht immer vermeiden, dass insbesondere der Aufnahmekopf nach einer Aufnahme noch gelegentlich einen Restmagnetismus zurückbehält. Dieser äußert sich in einem leichten Untergrundrauschen der Aufnahme. Tritt dieser Fall ein, so führe man die an das Netz angeschlossene Entmagnetisierungsspule mit ihrem Polschuh mehrmals langsam dicht an den Polen der Köpfe vorbei. Sollte ein hörbares Rauschen dadurch nicht verschwinden, so sind andere Ursachen (zumeist schlechtes Bandmaterial) dafür verantwortlich.

Man vermeidet Magnetisierung durch Einpegeln der Tonfrequenz bei noch stehendem Gerät und durch jedesmaliges Herunterregeln vor Umschaltung der Verstärkereingänge oder Abschalten des Laufwerkes.

Ganz allgemein ist bei der Benutzung des Laufwerkes die Sicherung einer ausreichenden Belüftung im Dauerbetrieb zu beachten. Man vermeide daher das völlige Schließen des Deckels bei längerer Betriebsdauer.

Zum Schluss noch ein Hinweis: Die mechanische Stoppeinrichtung ist nur für den Vorlauf gedacht. Sie darf also nicht beim Rücklauf angewendet werden, da dann Band-Überbeanspruchung eintritt!

Bei der Sonderausführung des Ferrophon III c als Doppelspurgerät ist keine abweichende Bedienung erforderlich. Im allgemeinen entfällt jedoch der Rücklauf, da man normalerweise das in einer Richtung abgelaufene und auf dem rechten Teller befindliche Band von diesem abhebt und auf die linke Seite legt. Bei diesem Vorgang gelangt die andere Bandkante nach oben. Es kann nunmehr die beim ersten Durchlaufen unbesprochen gebliebene untere Hälfte des Bandes auch ausgenutzt werden. Welche der beiden Bandhälften gerade in Aktion ist, erkennt man an dem Spulenkern, der beim zweiten Durchlaufen des Bandes mit der verkehrten Seite auf dem Bandteller aufliegen muss.

Wie wird das Ferrophon richtig gewartet.

Ferrophongeräte sind sehr anspruchslos in der Wartung. Einige wenige, mehr vorbeugende Inspektionen müssen jedoch, besonders in der ersten Zeit vorgenommen werden, um ein störungsfreies Arbeiten, auch über lange Zeiträume, zu gewährleisten.

Bekanntlich zeigen sich bei allen hochgezüchteten mechanischen Apparaturen kleine Fehler, die bei der Fertigungskontrolle noch nicht auffallen konnten, erst nach einiger Betriebszeit. Es ist also, ähnlich wie bei der Inbetriebnahme eines neuen Automobils, zweckmäßig, schon nach den ersten 50 Betriebsstunden die im Folgenden näher erläuterten, kleine Handgriffe vorzunehmen. Eine lange und durch keine Störung am Gerät getrübte Freude wird Ihnen diese kleine Mühe lohnen.

Die Wartung beginnt schon nach dem Auspacken des Gerätes vor der ersten Inbetriebnahme. Denn gerade der Transport oder auch eine unzweckmäßige Lagerung kann die Ursache für kleine, dem ungeübten Benutzer zunächst nicht auffallende Mängel im Betrieb sein.

Wenn die äußere Verpackung des Gerätes keine sichtbaren Beschädigungen aufweist, ist auch nicht anzunehmen, dass das Gerät irgendwelchen nennenswerten Schaden beim Transport genommen haben könnte. Die Art der Verpackung garantiert in hohem Maße einen bruchsicheren Versand. Dem aufmerksamen Leser wird aus der Beschreibung des Gerätes noch in Erinnerung sein, dass ein wesentliches, mechanisches Element des Ferrophon seine Kohle- Reibkupplungen sind. Aus auch dem Laien verständlichen Gründen kann an den geschliffenen Innenflächen der eisernen Reibglocken keine Oberflächenvergütung vorgenommen werden. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass nach längerem Lagern in feuchter Luft sich ein leichter Ansatz von Rost gebildet hat, der, falls er nicht beseitigt wird, das einwandfreie Arbeiten der Kupplung während der ersten Betriebsstunden beeinträchtigen könnte. Man vergewissere sich daher im Zweifelsfall durch Abschrauben der blanken Deckkappen und Abheben der Reibglocken von der Sauberkeit der Reibflächen. Etwaigen Rost entferne man vorsichtig, jedoch ohne die geschliffene Fläche zu zerkratzen. Man benutze hierfür Petroleum oder wende feines, schon stark abgenutztes Schmirgelpapier an. Unter allen Umständen muss jedoch die Verölung oder Verfettung der reibenden Flächen verhindert werden, da sich hierdurch leicht eine klebende Paste bildet, die zum Klemmen der Kupplung führen kann. Manche Geräte (insbesondere in Überseeverpackung) werden mit leicht eingefetteten Glocken, die unter Zwischenlage von Ölpapier provisorisch aufgesetzt sind, versandt. Hier muss man natürlich vor Inbetriebnahme das Fett von den Glocken mittels Benzin sorgfältig abwaschen und auch prüfen, ob (möglicherweise) etwas von dem Fett auf die Oberfläche der Kohle gelangt ist. Sollte dies geschehen sein so muss auch die Kohle abgeschraubt und mit Benzin entfettet werden. In krassen Fällen empfiehlt sich noch ein Ausbrennen über einer offenen, nicht zu heißen Flamme. Einwandfreies Funktionieren der Kohlekupplung erkennt man am besten durch Abtasten des laufenden Bandes. Es dürfen keine Stöße oder Unregelmäßigkeiten im Bandzug fühlbar sein.

Alle Geräte werden vor Verlassen des Werkes an den Lagerstellen geölt ( siehe Ölplan).

Öl – Tabelle

Öl – Stellen A ca. 800 Stunden

Öl – Stellen B nach Bedarf

Neue Geräte brauchen daher nicht geölt zu werden. So wenig im Dauerbetrieb auf ein gelegentliches Ölen verzichtet werden kann, so schädlich ist zu starke Schmierung. Sollte bei einem neuen Gerät Öl aus den Lagerstellen herausgetreten sein, so ist dessen Entfernung mittels eines Lappens unbedingt erforderlich. Insbesondere ist die Oberfläche der Tonrollen vor solchem überschüssigen Öl zu bewahren, da Öl und Fett bekanntlich gummilösend sind und zu einem Aufquellen des Tonrollenbelages führen könnte. Aufgequollene Tonrollen beeinträchtigen jedoch den guten Gleichlauf. Auch das häufige Berühren der Oberfläche der Tonrolle mit fettigen Händen kann ein solches Aufquellen im Laufe der Zeit bewirken. Ölreste müssen aber auch von den Umlenkrollen sorgfältig entfernt werden, da sonst über den Umweg des laufenden Bandes dieses Öl auch auf die Tonrolle gelangen könnte.

Nach einiger Betriebszeit sollte man Kupplungen, Tonrolle und die Oberfläche der Köpfe einer ersten Inspektion unterziehen. Die Kupplung muss gleichmäßig wie am ersten Tag arbeiten. Irgendwelche Rückstände dürfen sich nicht auf den Reibglocken gebildet haben. Verschmutzungen der Kopfoberfläche ist ein Zeichen von fehlerhaften Bändern, daher muss sofort das Bandmaterial gewechselt werden. Andernfalls ist eine schlechte und unsaubere Höhenwiedergabe zu erwarten. Verschmutzte Köpfe werden mit einem harten Pinsel gesäubert. ( Keinesfalls mit einem eisernen Schraubenzieher usw.). Die Tonrollenoberfläche wird bei laufendem Motor durch Gegenhalten eines trockenen, sauberen Lappens gereinigt. Ein Nachspannen des Treibriemens wird in sehr seltenen Fällen schon nach der ersten Betriebszeit nötig sein. Sollte dies jedoch erforderlich werden, so ist die Nachspannvorrichtung nach Entfernen des Abdeckbleches unter dem rechten Bandteller leicht zugänglich.

Um dem Benutzer des Ferrophons beim Auftreten kleiner, leicht zu beseitigender Störungen die Mühe zu ersparen, diese im Rahmen seines Garantieanspruches vom Verkäufer beheben zu lassen, seien hier Ursache und die Beseitigung gelegentlicher, nicht immer zu vermeidender Störungen zusammengestellt. Es handelt sich selbstverständlich nur um Anweisungen zur Behebung von solchen Fehlern, die ohne irgendwelche Eingriffe in das Gerät – die den Verkäufer von der Garantiepflicht entbinden könnte – behoben werden können.

1. Bei der Wiedergabe :

Schwankungen der Tonhöhe sind bei einwandfreiem Band möglich durch eine klemmende Kupplung. Die Ursache hierfür ist schon weiter oben erläutert worden, nämlich Verölung. Gleichzeitig mit diesem Fehler tritt eine erhöhte Bandspannung, evtl. Unregelmäßigkeiten im Bandzug auf. Die mittelbare Ursache hierfür kann ein zu stark gefettetes Kugellager (das zur Zentrierung der Glocke dient) sein, dessen Fett bei hohen Raumtemperaturen und Dauerbetrieb ausgelaufen und durch die Kohle langsam an die Reibefläche hindurch diffundiert ist. Die Entfettung der Kohle muss hier durch Auswaschen und Ausbrennen geschehen. Vorbeugend sollte aus dem Kugellager überschüssiges Fett entfernt werden.

Reine Töne klingen "trillernd". Die Ursache hierfür ist in jedem Falle eine nicht rund laufende Tonrolle; z.B. Oberfläche angeschliffen oder verquollen. Hier muss die Tonrolle durch eine neue ersetzt werden!

Der Rücklauf voller Spulen ist zu langsam! Bei voller Netzspannung ist die Ursache hierfür manchmal im Bandmaterial zu suchen. Rückstände, die Bänder auf den Köpfen hinterlassen, erhöhen die Reibung so stark, dass trotz normalen Bandzuges die Bremskräfte zu groß werden. Die Säuberung der Köpfe und Benutzung anderen Bandmaterials schafft hier Abhilfe. Für schlechten Rücklauf kann aber auch eine noch nicht weit vorgeschrittene Verölung der rechten Kupplung verantwortlich sein; daher auch diese Möglichkeit erwägen!

Unsaubere Wickel beim schnellen Rückwickeln treten bei einwandfreiem (nicht gezerrtem) Band dann auf, wenn sehr exzentrische Spulenkerne Verwendung finden, die bei hoher Tourenzahl zu Schwingungsvorgängen des Bandes Grund geben. Abhilfe ist durch Verwendung einwandfreier Spulenkerne sofort möglich.

2. Bei der Aufnahme:

Das aufgenommene Band klingt an den lauten Stellen verzerrt. Hier war die Aussteuerung zu stark. Weniger aussteuern und Kontrollinstrumente verwenden !

Die Aufnahme hat nicht genügend Höhen ( Gilt auch für die Wiedergabe ): Hier passiert dem Anfänger manchmal ein Missgeschick, das Band auf der falschen Seite zu besprechen. ( Siehe Bedienungsanweisung ! ) Schränken des Bandes um 180° bringt den gewünschten Erfolg.

Neue Aufnahmen rauschen stärker als alte: Dies ist ein Zeichen für Restmagnetismus in den Köpfen. Entmagnetisierungsspule benutzen !

Keine Löschung bei neuen Aufnahmen : Falls die Rote Warnlampe nicht brennt ist diese möglicherweise durchgebrannt und so ist der Löschstromkreis unterbrochen. Lampe auswechseln !

Die Bänder lassen sich nicht restlos löschen: Bei Einschichtbändern kann dieser Fehler durch nochmaliges Durchlaufenlassen des Bandes, mit der anderen Seite den Köpfen zugekehrt, beseitigt werden. Im übrigen gibt es Bandsorten, – sonst hervorragender Qualität – die nach längerem Lagern, besonders bei sehr starker Aussteuerung nicht restlos löschbar sind. Abhilfe kann hier nur geschaffen werden durch Vermeidung von Übersteuerungen bei der Aufnahme und möglichst baldige Löschung von missglückten Aufnahmen.

Aufnahmen aus dem Rundfunkgerät: Sind mit einem Pfeifton behaftet, der beim direkten Abhören nicht vorhanden war: Dieser sogenannte Interferenzton verschwindet durch Umschalten des mit " Frequenzweiche " bezeichneten Schalters in die jeweils andere Stellung.

Sollten einmal andere, als die oben aufgeführten Fehler auftreten, so empfiehlt es sich, hier unbedingt einen Spezialisten zu Rate zu ziehen, bzw. das Herstellerwerk in Anspruch zu nehmen. Auf jeden Fall vermeide man aber ernsthafte Eingriffe in das Gerät, wenn man nicht völlig mit der Funktion aller Einzelteile vertraut ist.

Wir, die Ferrophon – Hersteller, glauben nicht, dass unsere Ferrophon – Kunden bei Beherzigung der Wartungsregeln jemals große Anstände an ihrem Gerät haben werden. Wir sind überzeugt, dass jeder Ferrophon – Benutzer sich schließlich in die ständig größer werdende Schar der Begeisterten einreihen wird, die das Ferrophon nie mehr missen möchten.

Dieses oben angesprochene Gerät wurde von der Firma Max Ihle für die Firma Loewe Opta gebaut und war mit den zu dieser Zeit guten Tonköpfen von Loewe Opta ausgestattet.

Hier noch einige Katalog- Daten

Ferrophon IIIc-3 aus Katalog 1954-55 Stromart: Wechselstrom Netzspannungen: 220 V Leistungsaufnahme: 120 W Antrieb: Papstmotor Bandgeschwindigkeiten: Wahlweise 76, 38, 19 cm/s bzw. 38, 19, 9,5 cm/s Einfachspur-/Doppelspur- Verfahren: Beide Verfahren je nach Bestellung Spieldauer: Je nach Bandlänge und Bandgeschwindigkeit 20 Minuten … 3 Std. Aussteuerungskontrolle: Durch Aussteuerungsinstrument

Frequenzbereich: bei 76 cm = 30…10000 Hz bei 38 cm = 50…12000 Hz bei 19 cm = 50…10000 Hz bei 9,5 cm = 100… 6000 Hz

Spannungsbedarf für Vollaussteuerung: 60 V, erforderliche Aufsprechspannung: 20…40 V Ausgangsspannung bei Wiedergabe: 2,5 V Mikrofoneingang: Bei Gerätetyp IIIc-3 ZV II/L 200 Ohm Besonderheiten: 3 Bandgeschwindigkeiten. Typ IIIc-3 ZV III/L 2-Kanalsystem, Mischpult, Endstufe 10 W, Lautsprecher im Kofferdeckel Gehäuse: Koffer-Abmessungen: 6S0 x 450 x 230 mm, Gewicht: 33 kg Röhren: EF40 EF40 EL 41 AZ41 Ferrophon IIIc-3 normal Preis DM 2505,— Ferrophon IIIc-8 ZV III/L Preis DM 3840,—

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