Grundig

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Die Geschichte des Hauses Grundig


1945 Max Grundig schafft die Reste seiner elektrotechnischen Werkstatt aus einem kleinen Dorf an der Regnitz, wohin sie während des Krieges verlagert worden war, nach Fürth. In gemieteten Räumen beginnt er mit der Herstellung von Transformatoren für Rundfunkempfänger. Die ersten selbstgebauten Geräte sind Röhrenmeß- und Prüfgeräte sowie Meßgeräte für die Reparatur von Rundfunkempfängern.

1946 Die kleine Produktion weitet sich allmählich aus, so daß die Fabrikationsstätten nicht mehr genügen. Es beginnen langwierige Verhandlungen mit der Stadt Fürth, von der die junge Firma ein Grundstück in der Nähe der Stadtgrenze pachten möchte.

1947-1954

​1947 Die ersten Flachbauten entstehen auf einem Gelände, das einmal Kurpark war. Max Grundig, noch keine 40 Jahre alt, holt sich tüchtige Techniker, Konstrukteure und Kaufleute aus allen Teilen Deutschlands zusammen und baut mit ihnen den Einkreiser "Heinzelmann". Dieser Baukasten, der ohne Bezugsschein zu haben ist, macht den Namen Grundig mit einem Schlag bekannt.

1948 Der Nachholbedarf an Rundfunkgeräten ist groß. Grundig errichtet weitere Fertigungsstätten und ein Laborgebäude. Mühsam müssen die notwendigen Baumaterialien aufgetrieben werden. Der "Weltklang" als erster Nachkriegssuper kommt auf den Markt. Belegschaft: 650 Mitarbeiter.

1949 Bereits das 150.000. Radiogerät verläßt das Band. Ein Verwaltungsgebäude und ein dreistöckiger Fertigungsbau werden errichtet. Der erste Kofferempfänger der Nachkriegszeit für Batterie- und Netzbetrieb, der "Grundig-Boy", wird produziert. Das Gehäuse hierzu kommt schon aus eigener Kunststoff-Spritzerei. Auch der erste Musikschrank wird in diesem Jahr gebaut.

1950 Als erster bringt Grundig in großen Stückzahlen UKW-Empfänger heraus. Eine neue große Montagehalle für Rundfunkgeräte nimmt 1.000 neue Mitarbeiter auf. Das 500.000. Gerät hat das Werk verlassen. Als Grundig-Neuentwicklung erhalten jetzt die Empfänger Drucktasten-Bedienung anstelle der bisher üblichen Drehknöpfe sowie UKW-Weitempfangstechnik.

1951 Grundig übernimmt die Lumophon-Werke in Nürnberg und beginnt mit großem Erfolg die Fertigung von Heim-Tonbandgeräten. Dabei handelt es sich zunächst um ein Einbau-Chassis für Musikschränke. Auf dem Fernsehsektor betreibt Grundig einen eigenen Fernsehversuchssender zur Entwicklung und Erprobung der ersten Empfänger. Den drahtlosen Fernsehempfang führt Grundig auf einer Gartenschau in Fürth erstmalig für Süddeutschland öffentlich vor. Der Neumotorisierung in der Nachkriegszeit wird mit dem Grundig Autoradio AS 248 Rechnung getragen. Im ehemaligen Lumophon-Werk Georgensgmünd läuft die Holzgehäuse-Fertigung an.

1952 Eine neue Werkhalle für den Bau der ersten Fernsehempfänger entsteht. Grundig ist jetzt der größte Rundfunkgeräte-Hersteller Europas. Eine Million Geräte sind verkauft. Auch Meßgeräte sind im Lieferprogramm enthalten. Mit dem "Boy-Junior" wird ein Klein-Reiseempfänger im Taschenformat vorgestellt. Der erste Tonbandkoffer unter 1.000,– DM kommt auf den Markt. Max Grundig wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Werkswohnungen entstehen, die Grundig Wohnungsbau GmbH wird gegründet.

1953 Der erste deutsche Fernsehempfänger unter der 1.000-Mark-Grenze wird gebaut. Rekordauflagenhöhe bei einer Rundfunkgerätetype: über 100.000 Stück. Ein Spulentonbandgerät mit 15-cm-Spulen und Reverse-Betrieb, das TK 9, kommt auf den Markt. Auf dem Sektor professionelles Fernsehen ist als Neuentwicklung die erste deutsche Vidicon-Fernsehkamera für Überwachungsaufgaben zu verzeichnen.

1954 Grundig macht den 3-D-Klang durch Einbau von dynamischen Seitenlautsprechern in die Tisch- und Schrankgehäuse populär. Zwei Millionen Grundig-Geräte spielen jetzt in aller Welt, und das "Heinzelmann"-Schaltuhren-Radio, der Vorläufer der heutigen Sono-Clocks, kommt auf den Markt. 1954 begründet die "Stenorette" den heutigen Weltruf von Grundig-Diktiergeräten.

1955 Auf dem Tonbandgerätesektor wird Grundig zum größten Hersteller der Welt und macht das Tonbandhobby durch den legendären Tonbandkoffer TK 5 zum Preis von unter 500,– DM populär. Die Tonbandgeräteproduktion erhält einen Neubau, um ihre Kapazität erweitern zu können. Die Gesamtbeschäftigungszahl beträgt 9.000 Mitarbeiter, die Jahresproduktion über 700.000 Geräte. In diesem Jahr realisiert Grundig auch die erste Fernseh-Miniatur-Kamera der Welt für Rohr-Innenuntersuchungen und Bohrlochsonden.

1956 Grundig ist nun auch der größte Musikschrank-Hersteller der Welt. Die Kapazität der Fernsehgeräte-Fertigung muß erhöht werden. In den Fernsehgeräten sorgt die "Wunderröhre" E 88 CC für Weitempfang. Der erste deutsche Reiseempfänger mit Transistoren, der Grundig "Transistor-Boy", kommt auf den Markt. Beschäftigungszahl: 12.000 Mitarbeiter.

1957 Mit dem Erwerb der Aktienmehrheit der Triumph-Werke in Nürnberg und der Adler-Werke in Frankfurt nimmt Max Grundig maßgeblichen Einfluß auf die Büromaschinenindustrie. Die Familienschreibmaschine "Gabriele" mit dem Sensationspreis von 298,– DM tritt ihren Siegeszug an. Auch die vollelektrische Schreibmaschine "Matura-electric" ist ein großer Erfolg.

In Bayreuth entsteht das größte Tonbandgeräte-Werk der Welt. Gesamtproduktion: bisher 5 Millionen Geräte!

1958 Ein weiteres Werk für die Fertigung von Holzgehäusen kommt hinzu. Der erste Stereo-Konzert-Schrank und das erste Vollstereo-Tonbandgerät gehen vom Fließband. Die Kunststoff-Fertigung bekommt in Nürnberg eine eigene Fabrik.

1959 Neben dem Tonbandwerk in Bayreuth entsteht ein neues Musikschrankwerk. Das erste Grundig-Tonbandgerät für Batteriebetrieb, "Niki SK" sowie das erste Vierspur-Tonbandgerät für Mono- und Stereobetrieb kommen auf den Markt. Zur Funkausstellung zeigt Grundig die erste Fernsehkamera in Kompaktbauweise, das "Fernauge" FA 40. Max Grundig wird zum Konsul der Vereinten Staaten von Mexiko ernannt. 26.000 Beschäftigte, 7 Millionen Geräte!

1960 Fernsehgeräte werden mit drahtloser Ultraschall-Fernbedienung ausgestattet. Der kleinste deutsche Taschenempfänger "Mini-Boy" (250 g, Mittelwelle, 6 Transistoren, 104 x 65 x 27 mm) kommt auf den Markt. Weitere Geräteneuheiten: Batterie-Tonbandgerät TK 1 mit konstanter Bandgeschwindigkeit (9,5 cm pro Sekunde) sowie die Stereo-Steuergeräte 6098 und 6199 mit separaten Lautsprechern. Die Nachfrage nach Meßgeräten steigt ständig, so daß ein eigenes Elektronikwerk geplant wird. In Nordirland entsteht eine selbständige Tonbandgerätefabrik. Der Bau eines Verwaltungsgebäudes in Fürth wird in Angriff genommen. Die Grundig-Gruppe zählt jetzt 30.000 Mitarbeiter, von denen 8.000 im Fürther Stammwerk arbeiten.

1961 Am Stadtrand von Fürth wird das Elektronikwerk errichtet, und die Elektronikfertigung zieht nach dorthin um. Die Ausbildungsstätten für Facharbeiter werden vergrößert, um dem Facharbeitermangel zu begegnen. An Neuentwicklungen sind in diesem Jahr insbesondere die erste transistorisierte Fernsehkamera sowie der "Solo-Boy", ein superkleiner Taschenempfänger, für knapp 100,– DM und die Tonbandgeräte der 40er-Serie zu verzeichnen.

Die Produktionsziffer ist inzwischen auf 10 Millionen Geräte geklettert. In diesem Jahr bringt Grundig den ersten deutschen Fernseh-Portable auf den Markt.

1962 Mit dem Bau des größten und modernsten Tonbandgerätewerkes am Dutzendteich in Nürnberg wird begonnen. Auf dem HiFi-Sektor wird die "Baustein-Serie" mit den Komponenten HF 1 und HF 2 sowie NF 1 und NF 2 gestartet. Mit diesen Komponenten für den Selbsteinbau ist die individuelle Zusammenstellung der HiFi-Anlage möglich. Das Batterie-/Netztonbandgerät TK 6 für Senkrechtbetrieb kommt auf den Markt. Bei Fernsehgeräten wird im UHF-Kanalwähler eine rauscharme Transistorvorstufe eingeführt, und auf dem professionellen Gebiet bringt Grundig die erste hochzeilige Fernsehanlage mit 875 Zeilen. Der Weltempfänger "Ocean-Boy" wird angeboten, und das Tonbandgerät TK 19 bietet erstmals automatische Aufnahme-Aussteuerung.

1963 Der HiFi-Tuner RT 50, damals noch mit Röhren sowie der volltransistorisierte HiFi-Verstärker SV 50 kommen auf den Markt und sorgen in der Fachwelt für Aufsehen. Die Elektronikentwicklung bringt u. a. zur Mailänder Maschinen-Messe eine numerische Werkzeugmaschinensteuerung mit ausgezeichnetem Preis/Leistungsverhältnis. Erstmalig wird die breitbandige Fernsehübertragung auf Zweidraht-Telefonleitung vorgeführt. Ein Reiseempfänger mit 20-fach gespreiztem 49 m-Kurz-wellen-Band, der "Elite-Boy 203 L", kommt auf den Markt.

1964 Bei Fernsehgeräten werden im Bild-ZF-Verstärker gedruckte Spulen eingesetzt. Der Diktiergerätebereich wird durch Stenoretten mit Einlochbandmagazin bzw. Folien-Tonträger erweitert. Das "Elektronische Notizbuch" EN 3 mit 2 x 22 Minuten Aufnahmekapazität wird produziert.

1965 In Braga/Portugal wird das zweite Auslandswerk errichtet. Ein neuer Versandbahnhof am Dutzendteich in Nürnberg wird eröffnet.

Geräteneuheiten: die HiFi-Bausteine der Weltspitzenklasse RT 40 (Tuner) sowie SV 40/SV 80 (Vollverstärker) in Transistortechnik, der Weltempfänger "Satellit 205" mit umfassender Kurzwellenausstattung sowie das volltransistorisierte Autoradio AS 40 und das Autocassettengerät AC 50, ebenso der Cassettenrecorder C 100 mit DC-Cassette.

Im Bereich Professionelle Elektronik entwickelt Grundig die ersten volltransistorisierten Fernsehmonitore in Europa sowie einen 1-Zoll-Videorecorder für Schwarz-weiß-Aufzeichnungen.

1966 16,5 Millionen Grundig-Geräte in aller Welt sind verkauft. Für HiFi-Individualisten gibt es das Einbauchassis HF 500, eine Kombination aus Empfangsteil und Verstärker zum Selbsteinbau. Mit dem TK 245 geht eine neue Tonbandgeräteserie an den Start.

1967 Markante Geräteneuheiten sind der erste Grundig HiFi-Receiver RTV 600, der Cassettenrecorder C 200 mit Compactcassette sowie das "Elektronische Notizbuch" EN 7 im Zigarettenetui-Format. Der erste farbtüchtige 1-Zoll-Videorecorder für professionelle Anwendungen wird vorgestellt.

1968 Die Büromaschinen-Töchter Triumph und Adler werden an den US-Konzern Litton verkauft. Mit dem Erlös baut Grundig seine Aktivitäten in der Unterhaltungselektronik weiter aus. Als Geräteneuheiten sind der erste HiFi-Verstärker in Europa mit eingebautem Equalizer (SV 140), der erste Radiorecorder, C 201 FM mit Compact-Cassettenteil und UKW-Empfang sowie der Vollstereo-Reiseempfänger Stereo-Concert-Boy und ein neuer "Satellit" mit Kurzwellen-Bandspreizung zu verzeichnen. Neu bei der Professionellen Elektronik: ein Schmalband-Bildüber-tragungsverfahren, bei dem ein Fernsehbild per Telefonleitung abrufbar ist und innerhalb einer Minute als fotografische Aufzeichnung zur Verfügung steht.

1969 In Rovereto/Italien wird ein neues Fernsehgerätewerk in Betrieb genommen, und in der HiFi-Boxen-Fertigung läuft die 250.000. HiFi-Box vom Band.

Der HiFi-Tuner RT 100 und der HiFi-Verstärker SV 140 werden gebaut. Neu auf dem Markt sind auch der 4-Bereich-Radiorecorder C 340 sowie das Batterie-/Netz- Ton-bandgerät TK 2400 FM mit Bandspulen und eingebautem UKW-Teil. Die professionelle Elektronikentwicklung meldet ein Verfahren zur drahtlosen Bild-übertragung zwischen beweglichen und ortsfesten Teilen von professionellen Fernsehanlagen mit Hilfe der "Schlitzkabeltechnik".

1970 In Nürnberg-Langwasser werden ein Farbfernsehgerätewerk und eine Kunststoff-Produktionsanlage eingeweiht. Das erste Cassettendeck für HiFi-Anlagen (CN 222) sowie der Kugel-Lautsprecher "Audiorama 7000" runden die HiFi-Palette ab.

1971 Ein Werk in Creutzwald, Frankreich, ist fertiggestellt und beginnt mit der Produktion. Der Fertigungsablauf des Zweiweg-HiFi-Studios 2000 stellt den Start eines Bestsellers dar.

Das Uhrenradio Sono-Clock gibt es erstmals mit Digital-Uhr. Auf der Funkausstellung zeigt Grundig seinen ersten Video-Cassettenrecorder nach dem VCR-Standard für Heimanwendungen.


Die Professionelle Elektronik entwickelt kontaktfrei arbeitende elektronische Videokreuzschienenschaltfelder anstelle der herkömmlichen Relaistechnik.

1972 Die Grundig-Werke GmbH wird am 1.4.1972 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Ein Markstein in der Fernsehgeschichte: Die Super-Color-Geräte erhalten ein volltransistorisiertes Chassis in servicefreundlicher Modulbauweise. Grundig ist offizieller Ausstatter der Olympischen Spiele in München, wobei 9.000 Grundig Schwarzweiß- und Farbfernsehgeräte zum Informationseinsatz gelangen.

1973 Das Unternehmen kann das 25-jährige Jubiläum begehen. 27.000 Mitarbeiter in Europa und Übersee beschäftigt die Grundig-Gruppe, 40 Millionen Geräte haben seit der Firmengründung in aller Welt Abnehmer gefunden. Die Grundig-Stadt in Nürnberg-Langwasser wächst weiter, der Zentralkundendienst und die Verkaufsniederlassung Nürnberg werden dort angesiedelt. Die Grundig-Bank eröffnet eine Zweigstelle. Den ersten deutschen Farbfernseh-Portable bringt Grundig auf den Markt. Der Quadrophonie-Welle trägt Grundig mit den Geräten RTV 1040 und Studio 2040 Rechnung. Mit der "Stenocassette 30", der ersten Diktiercassette auf dem Weltmarkt mit eingebauter Minutenbandanzeige, stellt Grundig das Stenorette-System 2000 vor. Erstmals gelingt eine Fernsehversuchsübertragung auf 46,2 km langer symmetrischer Zweidrahtleitung. Ein Videorecorder mit Einzelbildspeicher auf 1-Zoll-Basis wird gebaut.

1974 Weltweit steigt der Jahresumsatz der Grundig-Gruppe auf 1,75 Mrd. DM. Die Zahl der Mitarbeiter im In- und Ausland erhöht sich auf über 31.000. Der Radiorecorder C 6000, ein Spitzengerät mit Spitzenverkaufsziffern (insgesamt 713.000 Stück!), wird produziert, ebenso eine neue Spulentonband-geräte-Generation, TK 545/745/845. Für die Deutsche Lufthansa erstellt Grundig ein modernes Fernseh-Informationssystem zur Übermittlung von 40 Bildsignalen an 140 Funktionsstellen.

1975 Im Geschäftsjahr 1974/75 (31.3.) steigt der Gesamtumsatz auf 2,1 Mrd. DM. Ende März sind weltweit 32.500 Mitarbeiter für Grundig tätig. Im Angebot befinden sich erstmals Cassetten-Autoradios, die Modelle WKC 4010 und WKC 4020 Stereo. Das Spulentonbandgerät TK 850 FM ist mit UKW-Teil ausgestattet. Die erste Dreiwegkompaktanlage, das Studio 3000, kommt auf den Markt, und die Uhrenradios Sono-Clock werden mit elektronischer Digital-Uhr ausgestattet.

1976 "Super-HiFi" – Grundig tritt mit einem komplett neuen HiFi-Programm an – nach dem Motto: "HiFi ist für alle da" (Startmodelle: Receiver 30, 40, 50, Dreiwegstudios RPC 300/500). Neue HiFiCassettendecks: CN 500 – 1000. Ein semiprofessionelles Spulen-Tonbandgerät wird mit dem Modell TS 1000 vorgestellt. Bei Autoradios sorgt die elektronische Störaustastung für ungetrübten Empfang. Die erste tragbare Farbfernseh-Aufzeichnungseinheit nach dem VCR-Standard wird realisiert. Der Gesamtumsatz der Grundig-Gruppe beläuft sich im Geschäftsjahr 1975/76 auf 2,37 Mrd. DM. Im Inland sind 22.500, im Ausland 8.900 Mitarbeiter für Grundig tätig.

1977 Der Gesamtumsatz der Grundig-Gruppe steigt um 6 % auf 2,514 Mrd. DM. Die Belegschaft wächst auf 34.570 Mitarbeiter an. Neu in der Produktpalette sind das Stereo-Cassetten-Autoradio WKC 2835 VD mit elektronischem Sendersuchlauf, eine Gerätepalette für den CB-Funk sowie das HiFi-Spulentonbandgerät TS 945. Aus der Entwicklung ist von einer Patentanmeldung zur Fernsteuerung von Videorecordern über Datenbus zu berichten, Grundig electronics stellt einen hochauflösenden 1-Zoll-Videorecorder mit 10 MHz Videobandbreite vor.

1978 Das Videorecorder-Werk in Nürnberg-Langwasser nimmt die Produktion auf. Bei Fernsehgeräten wird das Quasi-Parallelton-Verfahren zur Verbesserung der Tonwiedergabe eingeführt. Neu im HiFi-Programm: Aktiv-Lautsprecherboxen mit eingebauten Verstärkern. Der Gesamtumsatz 77/78 beträgt 2,763 Mrd. DM, die Beschäftigtenzahl weltweit 37.500.

1979 Auch in diesem Jahr ist von einer ganzen Reihe von Neuentwicklungen zu berichten. Grundig stellt den Standard Video 2000 mit Wendecassette und automatischem Spurnachführungssystem für Heimvideorecorder vor und bringt das erste deutsche Farbfernseh-Projektionsgerät. Auf dem HiFi-Sektor wartet Grundig mit völlig neu konzipierten Geräten in der 100-mm-Serie und in der Mini-Serie auf. Hinzu kommen die drahtlos fernsteuerbaren Dreiweg-Kompaktanlagen XPC 6500 und RPC 650. Eine neue erfolgreiche Reiseempfängerserie wird mit den "Yacht-Boys" vorgestellt. Der Bürogeräte-Bereich erhält durch den TelefonAnrufbeantworter "Teleboy 2000" Zuwachs. Das Geschäftsjahr 1978/79 ergibt einen Gesamtumsatz von 2,956 Mrd. DM. 1979 findet eine Kapitalverflechtung mit der Philips-Gruppe statt.

1980 Das neue Grundig HiFi-Programm wird weiter ausgebaut. Viel Beachtung findet der HiFi-Tuner ST 6000 im SlimLine-Format mit alphanumerischer Sendernamenanzeige. Dazu gehört der Vorverstärker SXV 6000. Ebenfalls Aufsehen erregt der HiFi-Aktiv-Flächenstrahler "Monolith" mit 22 Lautsprechersystemen. HiFi auch im Auto: Stereo-Cassetten-Autoradio WKC 2840 HiFi nach DIN 45500. Der Geschäftsbereich Bürogeräte rundet sein Angebot durch den Telefon-Wählautomaten G.A.T. 48 ab.

Im Bereich Professionelle Elektronik gelingen beachtenswerte Neuentwicklungen zur Verteilung von Audio- und Videoinformationen. Gesamtumsatz: 2,772 Mrd. DM (Geschäftsjahr 1979/80).

Quelle :Grundig AG

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Weiterführende WEB-Seiten mit Informationen zu Grundig:

Weblinks

Grundig AG bei Wikipedia
Max Grundig bei Wikipedia
Max Grundig im Fürth-Wiki
Grundig im Fürth-Wiki
Grundig im Tonbandmuseum
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