Blaupunkt Firmeninfo

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Info zu Blaupunkt – Bosch

Beste Dank an die Firma Bosch, die mir freundlicherweise diese Daten zur Verfügung stellte.

Blaupunkt-Werke GmbH

6. November 1923: Gründung der Ideal Radio Telefon- und Apparatefabrik GmbH.

Herbst 1925: Umzug in ein mehrgeschossiges Fabrikgebäude in der Köpenicker Straße 10a in Berlin.

Dezember 1926: Umbenennung in Idealwerke Gesellschaft für drahtlose Telephonie mbH (ab 1927 AG).

Juli 1930: Umzug in ein neues Fabrikgebäude in Berlin-Hohenschönhausen.

Juni 1933: Übernahme des gesamten Aktienkapitals durch die Robert Bosch AG.

September 1936: Bezug eines neuen Fabrikgebäudes in Berlin-Wilmersdorf, Forckenbeckstraße 9-13.

16. Dezember 1938: Umbenennung in Blaupunkt-Werke und Umwandlung in eine GmbH, Errichtung des Werk II in der Köpenicker Straße 154.

September 1945: Gründung der Blaupunkt-Apparatebau GmbH in Hildesheim (Werk in Berlin-Wilmersdorf von Sowjetsoldaten besetzt und demontiert). ? drei unabhängige Unternehmen in Berlin, Hildesheim und München bzw. Taufkirchen.

Herbst 1948: Übersiedlung von Berlin nach Darmstadt, Münchner Betrieb geschlossen.

Februar 1952: Vereinigung der Blaupunkt-Apparatebau GmbH mit der Blaupunkt-Werke GmbH, die Ihren Sitz von Berlin nach Hildesheim verlegte. Übersiedlung von Darmstadt nach Hildesheim.

April 1957: Erwerb des Geländes in Hildesheim durch die Robert Bosch GmbH Weitere Daten zu Blaupunkt: Robert Bosch GmbH. Bosch-Archiv 2003


Blaupunkt Autoradio und Navigation: Meilensteine:

1932: Erstes Autoradio AS5.

1935: 5A75 mit neuem Bedienteil.

1939: Blaupunkt Autosuper Typ:7A79

1949: Erstes Nachkriegsautoradio 5A649 (mit zwei Wellenbereichen).

1950: „Stuttgart“ und „Hamburg“ mit Drucktasten und bis zu drei Wellenbereichen.

1950: A610B (erstes Autoradio für VW Käfer).

1950: Erste Busanlage A753.

1952: A52KU mit Self-Service Drucktastenwähler.

1952: A520KU (erstes UKW-Autoradio von Blaupunkt).

1953: A253 mit Omnimat-Wählautomatik und Klangregelung.

1954: „Köln“ mit Selectomat-Stationsfinder.

1957: „Köln“/“Bremen“/“Hamburg“/“Berlin“ mit Transistoren.

1959: Erste Bus-Transistoranlagen „München“ III/IV/V.

1960: Westerland“ Kombigerät (Autoradio und tragbarer Reiseempfänger).


1960: Erste Spezialversionen für den Export.

1962: Volltransistorierte Geräte („Hamburg ATR“ und „Stuttgart ATR“).

1965: Autotonbandgerät.

1967: Electronic Tuning Control ETC.

1968: Erste Kombination von Autoradio und Cassettenteil.

1969: Stereoradio „Frankfurt“.

1971: Bus Radio-Tonband-Anlage.

1972: Quicktip-Bedienung.

1973: Bereichsschalterwippe.

1974: Verkehrsfunkdecoder („ARI“).

1974: Autoradio „Berlin“ mit Empfangsteil in „Schwanenhals“-Ausführung.

1975: Einblock-Normgehäuse.

1975: Servomat-Stationsspeichertasten.

1976: Autoradio mit integriertem Verkehrsfunkdecoder („ARI“).

1976: „Arimat“ (Stummschaltung außer bei Verkehrsansagen).

1977: Erstes Autofunkgerät im Normgehäuse.

1978: Cassettenradio mit Autoreverse, Dolby Rauschunterdrückung und Loudness-Schaltung.

1979: „SALS“ (Störgeräuschabhängige Lautstärkesteuerung).

1979: Cassettenradios mit Tonbandsortenwähler.

1979: Quartz-Tuning-System, PLL-Synthesizer-Tuner.

1980: Vollstereo-Autoradio-Cassetten-Kombination.

1981: Nachtdesign (Beleuchtung aller Bedienelemente).

1982: Tonbandsortenwähler für Reineisen-Cassetten.


1982: DK-Betrieb (autom. Suchlaufstart bei schwächer werdendem ARI-Sender).

1982: Erstes Navigationssystem mit Sprachsteuerung als Prototyp („EVA“).

1982: Blaupunkt Verstärker BQB mit Equalizer in Schwanenhalsausführung.

1983: PCI (Programme Comparison Control).

1983: CPS (Cassette Programme Search).

1983: AVC (Automatic Volume Control).

1984: DNR (Dynamic Noise Reduction), DX-Funktion (Suchlaufempfindlichkeit).

1985: Quickout-Halterung, REG (Regionaltaste).

1985: Erster CD-Spieler.

1986: Diebstahlschutz durch Key-Code, Infrarot-Fernbedienung.

1987: Dolby C Rauschunterdrückung, abnehmbares Bedienterminal.

1988: RDS (Radio Data System).

1988: LCD-Display.

1988: Erstes Kombinationsgerät aus Autoradio und CD-Spieler.

1989: DSC (Direct Software Control).

1989: Erstes Fahrzeug-Navigationssystem in Europa („Travelpilot IDS“).

1990: Key-Card für Diebstahlschutz.

1990: CD-Wechsler.

1991: ADA (Auto Directional Antenna).

1992: TIM (Traffic Memo).

1993: PTY (Programmierung von Musikprogrammen je nach Geschmack).

1994: DNC (Automatische Fahrgeräuschmaskierung).

1994: Farbbildschirmgesteuerte Menübedienung.

1995: Navigationssystem mit GPS-Steuerung, Routenführung und Sprachsteuerung Travelpilot RGS 05.


1995: DSA (Digital Signal Adaption, Variable Displayfarbe).

​1997: Radiophone Amsterdam TCM 127 (Kombination aus Autoradio und GSM-Mobiltelefon).


1999: Dynamisches Navigationssystem Travelpilot DX-N.

2000: Autoradio mit MiniDisc.

2001: Internetfähiges Offboard-Navigationssystem OnlinePilot GPRS 82.

2001: MP3 Spieler.

Und weiter geht´s! Robert Bosch GmbH Bosch-Archiv 04.07.2003 Vom Reisebegleiter zum Navigator. Eine Chronik von Blaupunkt im Automobil. „Die Anlage ist immer betriebsfertig, bedarf keinerlei Wartung und ist vor allem gegenüber allen schädlichen äußeren Einflüssen unempfindlich. Eine kleine Umdrehung am Knopf und man hat immer einen amüsanten Reisebegleiter, der die endlosen Stunden bei langen Reisen verkürzt und verschönt. Ist es nicht auch Ihr Wunsch, einen Blaupunkt Auto-Empfänger zu besitzen?“

Dieser Werbetext empfahl das neue Produkt der Ideal-Werke in Berlin, die 1932 unter ihrem Markennamen Blaupunkt ein Autoradio der Öffentlichkeit vorstellten. Es nannte sich „AS 5“, ausgeschrieben „Autosuper 5“; die „5“ stand für eine Bestückung mit 5 Röhren. Es war das erste serienmäßig gefertigte Autoradio in Deutschland.

Wir wissen, dass dieses Radio nicht bei den Ideal-Werken in Berlin entwickelt wurde, sondern beim Mutterkonzern Bosch, der die Ideal-Werke gerade übernommen hatte. Verborgen geblieben ist allerdings die Stückzahl der gefertigten Radios dieses Typs. In Europa sind lediglich zwei Exemplare bekannt, die jedoch beide unvollständig sind. Kenner der Szene nehmen an, dass etwa 400 Stück gefertigt wurden, von denen etwa die Hälfte in die USA geliefert wurde. Hier, wo schon seit 1922 laut über den Einsatz von Radios in Automobilen nachgedacht wurde – ein Jahr, bevor in Deutschland überhaupt Rundfunk zu empfangen war -, ließen sich Radiogeräte für Automobile sicherlich leichter verkaufen. Der Kundschaft war das Produkt schon seit 1929 vertraut, seit nämlich US-Hersteller Autoradios für ihre Automodelle offeriert hatten, Cadillac und Chrysler sie sogar als Grundausstattung anboten.

In Deutschland war die Akzeptanz verhaltener. Schließlich kostete ein AS 5 über 300 Reichsmark, was fast ein Fünftel des Preises für einen Kleinwagen war. Um größere und finanzkräftigere Kundenkreise auf sich aufmerksam zu machen, bot man es denn auch gleich für Motorboote und Flugzeuge an. Technische Probleme beeinträchtigten zunächst die größere Verbreitung. Schließlich bewegte sich Bosch auf weitgehend unbekanntem Terrain. Die Röhren hielten den Erschütterungen der holprigen Landstraßen noch nicht dauerhaft stand. Gleichfalls galt es, die Entstörung in den Griff zu bekommen. Schließlich erzeugten die Zündsysteme der Fahrzeuge Störungen im Empfang. Auch die Empfangsstärke musste anderen Anforderungen gerecht werden, denn im Gegensatz zu heute war der Empfang in ländlichen Regionen nicht durch ein flächendeckendes Netz von Sendestationen gewährleistet.

Ab 1935 war es dann soweit: Das weiterentwickelte Autosuper, das 5A75, war den Anforderungen angepasst, und es ließ sich ungeachtet seines nach wie vor hohen Preises von 366,25 Reichsmark – dem dreifachen Monatslohn eines ungelernten Fabrikarbeiters – mehrere Tausend mal verkaufen. Gegenüber dem AS 5 waren die Nachfolgemodelle auf die harten Bedingungen der Straße abgestimmt. Gleichzeitig vereinten sie Verstärker- und Empfangsteil sowie Lautsprecher in einem Gehäuse, das, immer noch zehn Liter Rauminhalt groß, unter dem Armaturenbrett angebracht war. Sein Gewicht hatte von 15 auf 12 Kilogramm abgespeckt werden können. Gleich geblieben war indes die clevere Fernbedienung. Sie war über zwei biegsame Wellen mit dem Gerät verbunden und unter der Lenksäule angebracht. Dieser Vorgänger heutiger Infrarotfernbedienungen ermöglichte es dem Fahrer, das Gerät einzuschalten sowie Lautstärke und Sender einzustellen. Gelobt wurde vom Hersteller „die hohe Empfindlichkeit, um auch bei Tage mehrere Sender empfangen zu können. Nach Eintritt der Dunkelheit dagegen ist es möglich, fast alle auf der Skala verzeichneten europäischen Großsender und viele kleine Sender zu hören.“

Der Zweite Weltkrieg beendete vorübergehend die allmählich erblühende Erfolgsgeschichte. Ein vorläufig letztes Modell erschien 1941. Es wurde im Wesentlichen in Wehrmachtsfahrzeugen eingesetzt.

Während die ersten Automobile schon im ersten Nachkriegsjahr gebaut wurden, waren die ersten Autoradios erst 1949 erhältlich; schließlich handelte es sich immer noch um eine kostspielige Luxusausstattung, der kaum ein Autofahrer in solch knappen Zeiten seine Aufmerksamkeit hätte widmen können. Die Idealwerke GmbH, seit 1938 Blaupunkt-Werke GmbH, starteten ihre Produktion nach der Verlegung des Firmensitze von Berlin nach Hildesheim mit dem Modell 5 A 649. Dieses Modell war bereits im Armaturenbrett eingebaut. Hinter seiner zierlichen Blende mit Bedienknöpfen und Senderskala, die heutigen Autoradiofronten von der Einbaulage und Größe nahe kommt, verbarg sich allerdings ein voluminöses zweiteiliges Gehäuse; allerdings war es immerhin von 15 auf gut drei Liter geschrumpft.

Im Folgejahr begann Blaupunkt mit der Erweiterung der Produktpalette für verschiedene Ansprüche und Fahrzeugmodelle. Das Autoradio wurde systematisch zum Massenprodukt weiterentwickelt. Bereits 1950 war ein Gerät eigens für den Einbau in den VW Käfer erhältlich, im selben Jahr die erste Anlage für Omnibusse sowie zwei unterschiedlich reichhaltig ausgestattete Modelle namens „Stuttgart“ und „Hamburg“. Mit ihnen läutete Blaupunkt die Ära der nach Städtenamen benannten Geräte ein, die bis heute fortgeführt wird. Bis Ende der 70er Jahre waren dies allerdings ausschließlich deutsche Namen, bevor 1978 erstmals die französische Hauptstadt Paris für ein Gerät Pate stand.

In den Folgejahren ging es Schlag auf Schlag: 1952 folgten Stationstasten zur Wahl voreingestellter Sender und das erste UKW-Radio, 1954 der erste mechanische Sendersuchlauf und 1957 die ersten Geräte mit platzsparenden Transistoren. Durch diese technische Neuerung wurden die Radios leichter und kleiner, gleichzeitig senkte sich ihr Energieverbrauch: Bei Röhrengeräten, die ohne laufenden Motor über wenige Stunden betrieben wurden, hatte es schon gelegentlich Probleme beim anschließenden Anlassen des Wagens geben können. Außerdem funktionierten Autoradios mit Transistoren sofort nach dem Einschalten ohne die bei Röhrengeräten übliche „Gedenkminute“. Der Erfolg ließ nicht zu wünschen übrig: 1959 feierte Blaupunkt das einmillionste Autoradio. Bis heute sind es über 50 Millionen geworden.

Den ausflugbegeisterten Bundesbürgern stellte Blaupunkt 1960 ein Gerät namens „Westerland“ vor, das im Auto installiert war, sich aber für das sonntägliche Picknick aus dem Einbauschacht entnehmen ließ. Damit war die Idee geboren, mit der Blaupunkt den Kunden ab 1985 eine besondere Art der Diebstahlsicherung anbot: der sogenannten „Quickout“-Halterung.

Blaupunkt konzentrierte sich seit etwa 1960 auf die Abstimmung seiner Autoradios auf die Bedürfnisse der Kunden. Damit Blaupunkt-Autoradios für die Erstausrüstung der Autohersteller geeignet waren, wurden sie mit individuellen Blenden abgestimmt auf alle gängigen Modelle angeboten. Gleichzeitig brachte Blaupunkt ab 1960 die ersten Exportgeräte auf den Markt. Sie unterschieden sich nicht nur in der Sprache der aufgeduckten Worte an den Bedienelementen, sondern vor allem durch die Abstimmung der wählbaren Frequenzbereiche auf das jeweilige Exportland. Außerdem trugen sie oft Namen einheimischer Städte: Wie in Deutschland das „Frankfurt“ zu haben war, so gab es in den USA das „Aspen“. In Lateinamerika verkaufte Blaupunkt die Radios zeitweise unter dem dort gängigeren Markennamen des Mutterkonzerns Bosch.

Damit die fahrende Kundschaft nicht auf ihre Lieblingsmusik an Bord verzichten musste, entwickelte Blaupunkt ein Auto-Tonbandgerät, das 1965 auf den Markt kam. Ihm folgten 1968 das erste Kombinationsgerät aus Autoradio und Cassettenspieler – inzwischen auf das gängige Format der „CompactCassette“ geändert -, 1985 der erste Auto-CD-Spieler, 2000 das erste Gerät mit MiniDisc-Spieler und 2001 das erste MP3-Gerät für das Automobil.

Ab 1969 konnten die Blaupunkt-Kunden mit dem weltweit ersten Autoradio die Stereophonie genießen, die bei Heimgeräten schon seit 1958 verfügbar war, sich aber erst 1969 in der nötigen kompakten Bauweise eines Autoradios umsetzen ließ.

Die Autoradio-Entwicklung in den 70er Jahren stand nicht nur im Zeichen der technischen Verfeinerung – wie etwa Rauschunterdrückung, Bandsortenwahl und Stereoton bei Cassettengeräten -, sondern war von einer bedeutenden Entwicklung geprägt, mit der das Autoradio nicht nur Unterhalter, sondern nunmehr auch Helfer bei der Routenplanung und in Sachen Verkehrssicherheit war. 1974 stellte Blaupunkt den Verkehrsfunkdecoder „ARI“ („Autofahrer-Rundfunk-Information“) vor. Wo auch immer jemand in Deutschland mit dem Auto unterwegs war, konnte er mit dieser Ausstattung erfahren, auf welchen Autobahnen sich Staus gebildet hatten. Dies ermöglichte zum Einen das rechtzeitige Ausweichen auf verkehrsärmere Routen, trug zum Anderen aber auch zur Verkehrssicherheit dar, da Staus oft schwer einsehbar hinter Kuppen oder Kurven beginnen. Ab 1976 war das erste Autoradio erhältlich, in dem dieser Decoder baulich integriert war.

Schon neun Jahre später machte Blaupunkt mit einer Entwicklung Furore, die vorläufig nur als Prototyp in Erscheinung trat, inzwischen aber fester Bestandteil des Blaupunkt-Produktprogramms ist: die Navigation für Autofahrer. Der „Elektronische Verkehrslotse für Autofahrer“, abgekürzt „EVA“, ermöglichte es schon 1983, sich innerhalb begrenzter Terrains mit Hilfe einer elektronischen Landkarte ans Ziel führen zu lassen. Die Eingabe von Start- und Zielkoordinaten reichte, und schon teilte dem Fahrer eine sonore Stimme mit, wann er wo abbiegen müsse, um direkt an sein Ziel zu gelangen. Entstanden war die Idee nach einem Forschungsprojekt mit dem Namen „ALI“ („Autofahrer-Leit- und Informationssystem“). Dieses bestand aus Induktionsschleifen, die in einem Großtest im Ruhrgebiet in die Autobahnspuren eingelassen waren und es Fahrern mit entsprechenden Empfangsgeräten ermöglichten, festzustellen, wo die Verkehrsdichte verdächtig hoch war – nämlich dort, wo die Induktionsschleifen zu viele Autos registriert hatten, als dass ein Verkehrsfluss noch möglich wäre. Die Schwäche dieses Systems war es, dass der Fahrer nach Verlassen der Autobahn auf seiner Ausweichroute ohne Landkarte hilflos war. Deswegen entstand der Gedanke einer autarken Navigation, die im „EVA“-Projekt erstmals umgesetzt wurde. Die Entwicklung hatte noch etliche Hürden zu nehmen, aber dank des neuen Speichermediums „CompactDisc“ („CD“), das die nötigen Datenmengen für alle Straßen Deutschlands speichern konnte, und mit der seit Mitte der 90er Jahre eingeführten satellitengesteuerten Navigation konnte Blaupunkt mit dem „Travelpilot“ 1995 ein Produkt vorstellen, das einen handelsüblichen Straßenatlas an Bord von nun an nicht mehr erforderlich machte.

Neben den ständigen Komfortverbesserungen der 90er Jahre wie der Senderidentifikation „Radio Data System“ („RDS“), den gespeicherten und aktuell abrufbaren Verkehrsinformationen im System „Traffic Information Memory“ („TIM“) und Sicherheitsausstattungen zum Diebstahlschutz wie abnehmbaren Bedienteilen und den „Keycards“, ohne die sich ein Radio nicht betreiben ließ, kam 1997 eine bedeutende Entwicklung hinzu. Sie erweiterte die Funktion des Radios über Unterhaltung und Information hinaus und nannte sich „Radiophone“. Hinter dem Namen verbarg sich ein Autoradio im normalen Format, das mit allen Funktionen eines Mobiltelefons ausgerüstet war.

Mit diesen vier Säulen – Unterhaltung, Information, Navigation und Kommunikation ist Blaupunkt im multimedialen Zeitalter angekommen. Die Einwände gegen die ersten Autoradios, sie könnten den Fahrer ablenken, haben nie gefruchtet. Befürworter des Autoradios entgegneten auf diesen Einwand schon in den dreißiger Jahren, ein Mitfahrer rede ja schließlich auch. Im Gegensatz zum Radio könne der Fahrer jedoch den Mitfahrer nicht abstellen.

Achtung diese Daten und ebenso das Bildmateriel sind Rechtlich geschützt und Eigentum des Bosch – Blaupunkt Archiv´s

Hier noch einmal besten Dank für die Daten.