Restauration Venus Truhe 546 WT

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Restauration einer Seltenen Loewe Opta Truhe.

Es ist ein Loewe Opta Venus 546 WT, diese Truhe habe ich nun zum ersten Mal gesehen.

Es gibt von dieser Art Gerät zwei Stück, zum einen eine Meteor 535 W/Phono und um die besagte Venus 546 W/Phono Es ist mir aber nur jeweils ein Stück bekannt.


Hier der Vergleich, Bild eins zeigt die Meteor und zwei und drei die Venus Truhe. Anhand des Aufklebers auf der Rückwand kann man sehen dass diese Teile für verschiedene Geräte genutzt wurden, aber hier geht es nun um die Venus 546 Phono. Mir wurde privat das Gerät angeboten, als ich die Fotos, Bild 2 und 3 zu sehen bekam, konnte man nicht erahnen was auf mich zukommt. Ich machte dem Anbieter ein Angebot was er allerdings ablehnte, wie schon auf Bild zwei zu sehen ist wurde an der Rückwand etwas heraus gesägt, und es ist ein Plattenspieler zu sehen der nicht in das Gerät gehört. Nun verging einige Zeit, ich hatte die Sache schon aufgegeben, da schrieb man mich erneut an und machte mir ein erneutes Angebot, was ich aber meinerseits ablehnte, ich denke es war auch gut so. Dann erschien das Gerät in einem Auktionshaus und ich machte mir den Spaß mit zu bieten allerdings ging ich nicht über mein zuvor gegebenes Angebot, ich dachte zu diesem Zeitpunkt nicht daran das Gerät zu bekommen. Aber dann bekam ich es doch, nun war guter Rat teuer denn wie bekomme ich das Gerät aus dem hohen Norden hier in den West Zipfel der Republik. Aber da gibt es ja Freunde und Gönner des Radiomuseums, und siehe da innerhalb weniger Wochen stand das Gerät hier im Museum. Aber was da kam, versetzte mich in Traurigkeit, denn an diesem Gerät war (ich schreibe es mal wie es ist) ein Wandale am Werk. Aber schaut erst einmal selbst.

Was ist geschehen? auf Bild (1) mit der Rückansicht kann man als Fachmann eventuell schon ahnen was geschehen ist, das Gerät wurde nicht sehr Profihaft in der Tiefe um ca. 5 cm gekürzt, die Rückwand-Teile die normalerweise eingelassen sind in den Seitenteilen wurden einfach mit den Seiten vernagelt. Andere Teile wurden heraus gebrochen, da ja auch die Spiegel nicht mehr in der Tiefe passten wurden diese einfach hochkant eingesetzt. Beim Plattenspieler vermute ich, den wollte man erst tiefer einbauen was aber irgendwie nicht passte, so leimte man einfach zwei Bretter in das Plattenspielerfach. Nach Bestandsaufnahme kam ich ins zweifeln ob ich mir diese Arbeit wirklich antun möchte, und ich tat mir diese Arbeit an, ich zerlegte das Gehäuse in seine Einzelteile.

Alles wurde soweit vermessen, damit man später nachdem der Lack entfernt ist man weiß wo was gewesen ist. Der Gedanke war das Gehäuse nur neu zu lackieren, aber der Mensch ist ja nie zufrieden mit dem was er macht beim Zerlegen kam dann der Gedanke man könnte doch alles wieder so machen wie es einst war, und so ging ich mal wieder zu meinem Schreiner der mir hier und da unter die Arme greift, denn alles kann ich nun mal nicht selbst machen. Oberhalb auf Bild eins sieht man schon die abgeschliffenen Seitenteile womit ich dann zum Schreiner ging.

Das Ergebnis sieht man hier,

es wurden die abgeschnittenen 5 cm wieder angesetzt, da das Furnier an den Seiten ja auch große Schäden hat, so werde ich diese auch noch neu furnieren, da ich aus der letzten Aktion noch so einiges an Furnier besitze. Aber erst sind nun einmal die anderen Teile an der Reihe wo noch die Farbe runter muss. Auch müssen die Streben vor dem Lautsprecher erneuert werden da hier so einige zerbrochen sind.

Ein guter Freund (Martin) der sich anbot die Streben zu erneuern, zum lackieren gingen diese dann nach Spanien.

Heute am 16.05.2009 ging es dann einen Schritt weiter, heute wurden nachdem die Seitenteile gut getrocknet sind eine neue Bodenplatte, und die Platte für das Plattenspielerfach erneuert, anschließend wurde das Gehäuse provisorisch zusammen gebaut.


Als nächstes stehen nun die Furnierarbeiten der Seitenteile an, das werde ich vermutlich in der kommenden Woche beginnen. Das Furnier wurde schon passend geschnitten. 21.05.2009 In den letzten Tagen ging es dann weiter, es gibt da auch Freunde wie Jupp oder Martin die bei der Beschaffung von fehlenden Teilen wie Plattenspieler (Jupp) oder die zerbrochenen Leisten vor dem Lautsprecher halfen. Ich sagt der Bauer, war auch nicht gerade untätig, wie es die folgenden Bilder zeigen.

Hier wurde die erste Seite furniert. es war nicht so schwierig.

Hier wurde die ganze Sache dann wohl ein wenig umständlicher, da hier einige Schablonen angefertigt werden mussten. Natürlich wurde hier das Furnier etwas größer geschnitten als es sein musste. Dann wurde heute noch die Frontkante gemacht, Bild folgt später.

27.05.2009 Zwischenzeitlich kamen dann die neuen Lautsprecherstreben hier an die ein Freund aus dem Forum neu erstellte.

Die vordere Strebe wurde schon einmal gebeizt. Aber auch an den Seitenteilen wurde weiter gearbeitet, so wurde die zweite Seite von außen furniert, und von innen wurde begonnen. Ich denke das ich im laufe der Woche mit dem furnieren fertig werde. Dann wird erst einmal in Ruhe alles zusammen gebaut. Ein neuer Plattenspieler den ich im Tausch bekommen habe ist auch von Jupp "siehe Forum" unterwegs. Hier noch die Bilder der Seitenteile.

Zwischenzeitlich hat sich so einige getan, das kann man sehen im positiven und auch im negativen Bereich. Die Funierarbeiten wurden bis auf den Deckel soweit abgeschlossen, und es wurde auch schon das ersten mal gebeizt, das ganze sah dann schon sehr gut aus. Da gab es aber noch einige Bilder die man auch zeigen sollte.

Wie auf Bild links zu sehen ist, wurde auch von innen, dort wo der Plattespieler sitzt ein neues Furnier angebracht. Bild Mitte zeigt das Lautsprechergitter hier half ein Freund aus dem Forum er erstellte diese Streben neu, weil einige zerbrochen waren. Bild rechts zeigt Federn die von der Befestigung des Plattenspielers sind, leider sind hier zwei zerbrochen. Wenn jemand der Besucher über so etwas verfügt, so wäre es schön wenn man mir helfen könnte. Ich schrieb aber die Furnierarbeiten sind abgeschlossen und das Gehäuse wurde auch schon gebeizt. Was dabei heraus gekommen ist zeigen die folgenden Bilder.

Hier nun der Probezusammenbau,

links ist soweit noch alles unbehandelt, in der Mitte wurde dann schon einiges gebeizt, und rechts so sollte es dann ungefähr gewesen sein. Aber dann kam ein Rückschlag, als ich das Foto von Bild drei auf meinem Hof machte war alles noch Top und ich freute mich dass alles so gut gelungen war. Es gibt aber ein Sprichwort "Schuster bleib bei deinen Leisten" Ich machte das nicht, den kurz nachdem ich das Foto machte musste ich außer Haus, und was ist geschehen, ich vergaß das Gehäuse wieder nach drinnen zu stellen. Als ich nach einigen Stunden wieder nach Hause kam, konnte ich im wahrsten Sinn Eier auf dem Gehäuse kochen, denn ab Mittag kommt die Sonne voll in den Hof. Was ist geschehen, Holz hat immer auch wenn es 100 Jahre alt ist eine Restfeuchtigkeit, diese wurde aber hier durch die Sonne komplett dem Furnier, was ja noch roh war, entzogen. So bildeten sich an den Stosskanten wo das Furnier zusammen geklebt war Risse, aber auch das Furnier selbst nahm an einigen Stellen schaden. Ich habe von diesem Malör kein Foto gemacht. Kann aber ein Bild des heutigen Zustands zeigen, in der Zwischenzeit versuchte ich alles mögliche, anfeuchten des Furniers, aber all das brachte nichts, denn der Kleber hatte sich durch die große Wärme auch verfestigt, so da hier nichts mehr ging. Ich entschloss mich also die Nähte zu spachteln. Und das Ergebnis ist auf dem folgenden Bild dann zu sehen.


Nun das Ganze ist durch die Reparatur ein wenig dunkler geworden. Aber ich glaube wenn einmal der Lack drauf ist sieht alles anders aus. Heute wurde dann noch der Deckel gemacht, dieser muss aber dann auch noch furniert werden.

06.06.2009

Habe dann in den letzten Tagen einmal weiter gemacht mit einer Sache die nicht so leicht war wie die glatten Flächen. Der Deckel musste ja auch noch furniert werden. Hier ist dann das Ergebniss zu sehen. Ich möchte ihnen aber mal genau vorstellen was es für eine Arbeit ist die Sache wieder herzustellen. Deshalb hier mal die einzelnen Schritte.

Das war dann einmal das Furnieren des Deckels, aber die Innenseite musste dann auch noch gemacht werden. Zwischenzeitlich wurde einige Teile nach Spanien versendet um dort lackiert zu werden und das die Gold Streifen auf diese Teile kommen. Denn hierzu fehlt mir leider die passende Gerätschaft. Ein Leniergerät. Ein vorerst letztes Bild ist somit hier zu sehen, was nun gemacht werden muss, sind Feinarbeiten, wie schleifen, schleifen, und nochmals schleifen. Auch muss noch versucht werden die Farbanpassung etwas besser hinzubekommen. Ich denke aber wenn ein mal der erste Lack drauf ist entsteht wieder ein anderes Bild. Wäre diese Gerät nicht so selten, glauben sie mir ich hätte mir diese Arbeit nie gemacht.

In der Zwischenzeit wurde wieder etwas gemacht:

aber das ist erst einmal das Letzte, denn bevor es weiter geht müssen erst die Teile aus Spanien wieder hier im Museum landen.


Das ist aber nur die erste Lackierung, später wenn die Gold Streifen auf dem Gehäuse angebracht sind kommt dann erneut die Abschlusslackierung.

Hier gibt es nochmals einen kleinen Fortschritt. Das Gerät würde nachdem das Chassis überprüft wurde, und es einen Ersatzplattenspieler gab einmal Testweise zusammen gebaut.

Hier ist Martin der zu Besuch im Museum war, am testen ob alles funktioniert. Alles funktionierte auf anhieb, und nun warten ich auf die Teile die derzeit in Spanien liegen um mit den gold Streifen versehen zu werden. Wenn dann die Teile wieder hier liegen geht es weiter.

Liebe Besucher ich sprach das es weiter geht mit der Wiederherstellung dieser Truhe, das ist auch geschehen nur wurde leider vergessen die Bilder hier einzufügen.

Bei dem Sammlertreffen in 2009 wurde das vollendet was einst in mühevoller Arbeit begonnen wurde. Ich möchte nun nicht die Bilder und Informationen doppelt in meine Seite einstellen, deshalb geht es über folgendem Link weiter. In dem Gauben Ihnen hier etwas doch seltenes präsentiert zu haben, wünsche ich Ihnen weiterhin viel Freude in den Seiten des Radiomuseum Bocket.

Hier nochmals Bilder zum Abschluß aller Arbeiten.

Das Gerät ist heute in 2017 immer noch im Museum zu besichtigen.